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Lauenburg Präsentation zur Europawahl: Feuerwehren brauchen mehr Mitglieder
Lokales Lauenburg Präsentation zur Europawahl: Feuerwehren brauchen mehr Mitglieder
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14:38 24.05.2019
Amtswehrführer Volker Bockholt (links) und sein Stellvertreter Ralf-Günter Querfurth präsentieren das Info-Banner zur Werbeaktion der Feuerwehren. Quelle: Matthias Schütt
Sandesneben

Not macht erfinderisch: Weil viele Einwohnern in den Dörfern nicht wissen, wie dramatisch die Personalnot der Freiwilligen Feuerwehren ist, geht man im Amt Sandesneben-Nusse neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit. Zur Europawahl am 26. Mai hat Amtswehrführer Volker Bockholt alle Feuerwehren in den 25 Amtsgemeinden aufgerufen, vor den Wahllokalen ihre Feuerwehrautos aufzustellen, um mit Besuchern nach dem Urnengang ins Gespräch zu kommen. Das Werbematerial vom Landesfeuerwehrverband ist auf diesen Wahlsonntag abgestimmt. Der Slogan fordert „Erste Wahl“ für die Feuerwehr.

Die schlechte Tagesverfügbarkeit führt mitunter zu dramatischen Situationen, wie Bockholt berichtet: „Beim Brand in einem Einfamilienhaus mussten kürzlich fünf Feuerwehren alarmiert werden, um insgesamt 17 Kräfte zusammenzubringen. Das war eindeutig zu wenig. Aber um die Mittagszeit sind die meisten Feuerwehrleute auf ihren Arbeitsstellen und nicht am Wohnort erreichbar.“ Zudem gebe es leider nur wenige Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter sofort freistellen, wenn ein Notruf eingeht.

Fördermittel des Landesfeuerwehrverbandes

Für die Aktion zur Europawahl hat Bockholt Fördermittel vom Landesfeuerwehrverband erhalten. Dafür stehen aus Lottomittel jedes Jahr 60 000 Euro zur Verfügung, mit denen „gute Ideen“ gefördert werden. „Mit einem kleinen vierstelligen Betrag konnten wir Werbebanner und 2000 Notrufkarten für uns kostenfrei bestellen. Unser Vorteil ist, dass wir als erstes Amt in der Region diese Aktion angemeldet haben.“

Die Notrufkarte können interessierte Bürger zuhause an die Pinnwand heften. Sie gibt im Ernstfall schnelle Orientierung, welche Informationen an die Leitstelle unter Telefon 112 durchzugeben sind. Außerdem erinnert sie daran, dass jede Feuerwehr nicht nur rund um die Uhr zur Hilfe bereitsteht, sondern auch selbst auf Hilfe angewiesen ist.

Matthias Schütt

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