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Lauenburg Neuer Seniorenbeirat hat Arbeit aufgenommen
Lokales Lauenburg Neuer Seniorenbeirat hat Arbeit aufgenommen
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18:31 17.07.2019
Der neue Seniorenbeirat der Stadt Ratzeburg: (vorn v. l.) Vorsitzender Jürgen Pfeiffer, stv. Vorsitzende Christina Schiffer, Schriftführer Günter Deutschmann. Hinten v. l. Arno Lehnhardt, Brigitta Wedding, Angela Hoff und Hartmut Ast. Es fehlen Dr. Dirk Bade und Ludwig Kindermann (Nachrücker für Petra Stede). Quelle: Joachim Strunk
Ratzeburg

 Ratzeburg ist eine attraktive Stadt – vor allem für ältere Menschen. Sehr viele der sogenannten „Best Ager“ zieht es in die lauenburgische Kreisstadt, um hier einen angenehmen Lebensabend in schöner Umgebung zu verbringen.

  „Sie haben hier eine echte Aufgabe vor sich“, erklärte Bürgermeister Gunnar Koech zu Beginn der konstituierenden Sitzung des Seniorenbeirates im Ratzeburger Rathaus. Angesichts des hohen Anteils an Menschen über 60 Jahre – mehr als 4600 Einwohner der Kreisstadt haben dieses Alter und damit gut ein Drittel der Ratzeburger Bevölkerung – käme dem Gremium große Bedeutung zu.

Bürgermeister sichert Unterstützung zu

Das sähe man allein schon daran, dass die Mitglieder des Seniorenbeirates jederzeit Stimmrecht in den Ausschüssen oder der Stadtvertretung hätten, sich also aktiv an den dortigen Diskussionen beteiligen dürften und auch sollten, so Koech. Er sicherte den Mitgliedern des ehrenamtlichen Beirates auch jederzeit Unterstützung und ein offenes Ohr zu.

Der neue Seniorenbeirat der Stadt Ratzeburg bei seiner konstituierenden Sitzung im Rathaus: von links Arno Lehnhardt, Günter Deutschmann und Jürgen Pfeiffer (alle bereits im vorherigen SEB tätig), Fachbereichsleiter Lutz Jakubczak, Bürgermeister Gunnar Koech, Angela Hoff, Hartmut Ast, Brigitta Wedding und Christina Schiffer (letztere vier neu im SEB). Es fehlen: Dr. Dirk Bade (Urlaub) und Ludwig Kindermann (Nachrücker für Petra Stede). Quelle: Joachim Strunk

Die Besetzung des Gremiums veranschaulicht übrigens auch gut den großen Anteil, den „Zugezogene“, also Neubürger ausmachen. Mit Hartmut Ast gibt es nur einen gebürtigen Ratzeburger. Immerhin stammt Dr. Dirk Bade noch aus der Nachbarstadt Mölln. Die Übrigen kommen aus Niedersachsen, Berlin, Nordrhein-Westfalen, ja, selbst aus Bayern!

Die „Neuen“ sind hoch motiviert

Gleich zu Beginn der Sitzung entspann sich bereits ein reger Gedankenaustausch, bei der die hohe Motivation der „Neuen“ erkennbar wurde. Inhaltliche Diskussionen wurden dann allerdings auf die nächste öffentliche Sitzung vertagt, die am 12. August um 15 Uhr in Zimmer 2.11 stattfinden wird. Zuhörer sind willkommen.

Das sind die Mitglieder

Wichtigster Punkt der konstituierenden Sitzung jedoch waren die Neuwahlen. Jürgen Pfeiffer wurde für den Vorsitz vorgeschlagen, den er schon in den vergangenen drei Jahren innehatte. Er wurde bei einer Enthaltung einstimmig gewählt. Als seine Stellvertreterin kandidierte eine „Neue“: Christina Schiffer (65), die bislang als Architektin in Niedersachsen tätig war. Auch sie wurde einstimmig gewählt.

Für den Posten des Schriftführers und Pressewarts wurde mit Günter Deutschmann (80) ebenfalls ein erfahrenes Mitglied gewählt. Die Amtszeit des Seniorenbeirats hat sich übrigens durch eine Neufassung der Satzung im vergangenen Jahr von drei auf fünf Jahre verlängert.

Änderung des Besetzungsverfahrens

Auch die Besetzung des Beirates wurde geändert. Statt einer Wahl der Mitglieder wurde nun das Verfahren einer Bewerbung der Kandidaten bei der Stadt eingeführt. Hier bestimmte letztlich die Stadtverordnung die Zusammensetzung des Gremiums.

In der Bürgerfragestunde der Stadtvertretersitzung am 17. Juni hatte das ehemalige Beiratsmitglied Norbert Hinz nach der Rechtmäßigkeit der Besetzung gefragt, seiner Meinung nach sei die Besetzung ein undemokratisches Vorgehen.

Kein „Scheinparlament“

Daraufhin antwortete Andreas von Gropper (Freie Wähler), dass es in der Vergangenheit durch Ausscheiden und Nachrücken von Beiräten oftmals unnötige Unruhe gegeben habe, daher habe man sich nun auf ein auch in anderen Städten bewährtes Modell geeinigt.

Im Übrigen könnten sich alle Bewerber auch für einen Sitz in der Stadtvertretung bemühen und sich hier ehrenamtlich engagieren. Ein „Scheinparlament“ in Form des Seniorenbeirats brauche man nicht, so von Gropper damals. Der Beirat solle sich auf die Beratung der städtischen Ausschüsse und Stadtvertreter konzentrieren und Vermittler zwischen ihrer Klientel und der Stadt fungieren.

Norbert Hinz kann sich mit dieser Erklärung jedoch nicht anfreunden und wirbt nun für ein Bürgerbegehren zur Direktwahl des Seniorenbeirates durch die wahlberechtigten Senioren.

Joachim Strunk

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