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Lauenburg Ratzeburg: Torsten Albig appellierte an Toleranz und Einsicht bei den Bürgern
Lokales Lauenburg Ratzeburg: Torsten Albig appellierte an Toleranz und Einsicht bei den Bürgern
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20:10 20.01.2015
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD, l.) beim Neujahrsempfang des Kiwanis Club Ratzeburg. Rechts Kiwanis-Präsident Joachim Gaßner, im Hintergrund Sprecher Werner Büttner. Quelle: unk
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Ratzeburg

Innerhalb von zehn Jahren wuchs die Bevölkerung Schleswig-Holsteins um mehr als eine Million Menschen. Genaugenommen um eine Million Flüchtlinge. Allerdings nicht in jüngster Zeit, in der das Asylthema ein Dauerbrenner ist, sondern nach dem Zweiten Weltkrieg. „Das war auch damals kein leichter Prozess“, erklärte Torsten Albig. Der Ministerpräsident war am Montagabend Gastredner beim Neujahrsempfang des Kiwanis Clubs Ratzeburg im Rokokosaal des Kreismuseums.

Letztlich hätte die Integration dieser meist aus dem Osten geflüchteten Menschen Schleswig-Holstein ökonomisch zum Vorteil gereicht. Heute gäbe es kaum noch eine Familie, die durch und durch nur aus Schleswig-Holsteinern bestehe. Jener Millionen-Zahl stünden in diesem Jahr nun 7000 bis 8000 Menschen aus anderen Flüchtlingsländern gegenüber, die wir nun aufnehmen sollen. Die Frage sei, „wie sich unsere Gesellschaft dazu verhält. Ich glaube, dass wir das können“, zeigte sich Albig überzeugt, und zwar aufgrund der „Kraft unseres christlichen Glaubens“.

Die Erwartungen der rund 100 Gäste — der Rokokosaal war voll besetzt — waren hoch. Und sie wurden nicht enttäuscht. Regierungschef Torsten Albig (SPD) kam pünktlich um 20.15 Uhr und hielt eine einstündige, nachdenkenswerte und weitgehend frei gesprochene Rede, für die er am Ende großen Beifall erhielt. Als Einleitung nahm er Bezug auf seine Tätigkeit als Schirmherr der aktuellen Kiwanis-Aktion „Eliminate“ in Deutschland. Der drittgrößte Serviceclub (nach Lions und Rotariern) sammelt nämlich Geld, um den Wundstarrkrampf — eine vor allem in Afrika noch weit verbreitete, Tod bringende Krankheit — zu bekämpfen. „Jede Tetanus-Spritze kostet 1,30 Euro. So viel ungefähr wie für ein Liter Superbenzin. Und davon braucht es drei Spritzen, um die Gefahr zu bannen“, erklärte er, der allerdings bekannte, den Rotariern anzugehören. In seiner weiteren Rede streifte er alle aktuellen Themen der politischen Agenda und forderte angesichts des Kampfes gegen die Schulden eine Einsicht der Menschen, auch wenn Einsparungen in Bereiche fielen, die für jemanden persönlich unattraktiv oder unangenehm seien.

unk

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