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Lauenburg Ratzeburg beschließt Baugebiet Seedorfer Straße
Lokales Lauenburg Ratzeburg beschließt Baugebiet Seedorfer Straße
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13:14 26.03.2019
Hitzige Diskussionen zur Seedorfer Straße in der Ratzeburger Stadtvertretung. Quelle: Thomas Biller
Ratzeburg

Die Zahl „13“ wird von einigen Menschen als „Unglückszahl“ bezeichnet; der jetzt beschlossene Bebauungsplan trug in der Sitzung als Tagesordnungspunkt eben diese Nummer und es sollte um die „abschließende Beschlussfassung“ gehen. Nach dem Abstimmungsergebnis für die bekannten Planungen ist damit zu rechnen, dass einige Anlieger nun über den Klageweg versuchen werden, Einfluss auf den Umfang des Bauprojektes zu nehmen oder es ganz zu verhindern. Nico Heinze, Anlieger aus der Feldstraße, hatte ein Modell gefertigt, das die geplante mögliche „massive“ Bebauung des Gebietes „östlich Seedorfer Straße, südlich, nördlich Königsberger Straße“ – so die Bezeichnung des B-Planes – in Relation zu den heutigen Bestandsimmobilien der Seedorfer Straße zeigte. In der Fragestunde für Einwohner empfahl Heinze den Mitgliedern der Stadtvertretung, sich das Modell einmal genau anzusehen.

Das von Nico Heinze geschaffene Modell einer möglichen Bebauung. Quelle: Thomas Biller

Anwohner hatte ein Modell mitgebracht

Bürgervorsteher und Sitzungsleiter Ottfried Feußner unterbrach daher die Sitzung vor dem Punkt 13, um allen Anwesenden Gelegenheit für eine Betrachtung des Modells zu geben. „Ich wehre mich dagegen, dass Ratzeburg so zugebaut wird“, sagte Arno Jester, Anlieger aus der Memeler Straße in der Bürgerrunde. „Der bisher geführte Dialog mit uns Bürgern ist nur ein Alibi, da er nicht ergebnisoffen geführt wurde“, sagte Jester, der den „starken Einfluss des Bauträgers“ kritisierte und den „Behörden und Politikern“ vorwarf, davor die Augen zu verschließen. Für seine Forderung nach einer erneuten „vernünftigen öffentlichen Bauleitplanung“ erhielt Arno Jester aus den Reihen der gut 30 erschienenen Gäste Applaus. Noch vor dem Abstimmungsergebnis kündigte Jester an: „Ich werde mich rechtlich wehren!“

Bebauungsplan „Seedorfer Straße“: bezahlbarer Wohnraum oder Luxuswohnungen? Quelle: Thomas Biller

Bauvorhaben ist auch innerhalb der Stadtvertretung umstritten

Auch innerhalb der Stadtvertretung ist das Bauvorhaben im geplanten Umfang umstritten. Heinz Suhr und Hagen Winkler von der Fraktion der Freien Ratzeburger Wähler (FRW) und Sami El Basiouni von den Bürgern für Ratzeburg (BfR) appellierten, von dem auf der Tagesordnung formulierten Beschlussvorschlag abzuweichen und keinen abschließenden Beschluss zu fassen, sondern die Planung an den Fachausschuss zurückzugeben und im Benehmen mit Anwohnern und der Kirche neu zu beraten. „Es wäre furchtbar, was wir hier Ratzeburg antun“, so Hagen Winkler. Dr. Ralf Röger, Fraktionsvorsitzender der CDU vertrat den Standpunkt: „Es gibt kein Defizit in der Beschäftigung mit dem Thema, es gibt unterschiedliche Auffassungen, ob dieser Bebauungsplan den Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht wird. Unsere Aufgabe ist nicht die Wahrnehmung von Partikularinteressen. Eine Verschiebung der Entscheidung würde nicht zu neuen Erkenntnissen führen“, so Rögers Überzeugung.

Namentliche Abstimmung

Auf Initiative von Heinz Suhr erfolgte die Beschlussfassung schließlich in namentlicher Abstimmung. Ergebnis: Gegen den Bebauungsplan stimmten die FRW, die BfR und Michael Schröder (Die Linke). Dafür stimmten Bündnis 90/Die Grünen, die SPD und mehrheitlich die CDU. Aus der Fraktion der CDU enthielt sich Dr. Carsten Stemich, Martin Bruns hatte den Sitzungssaal während der Abstimmung verlassen. Thomas Kuehn (FDP) war bei der Sitzung nicht anwesend. Nach der Verabschiedung des Bebauungsplanes verließen die Gäste mehrheitlich die Sitzung.

Thomas Biller

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