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Lauenburg Jugendliche entwickeln Ideen zum Klimaschutz
Lokales Lauenburg Jugendliche entwickeln Ideen zum Klimaschutz
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13:36 18.12.2019
Bauausschussvorsitzender Werner Rütz (li.) begrüßte die zahlreichen Teilnehmer der 1. Ratzeburger Jugendklimakonferenz in der Lauenburgischen Gelehrtenschule zusammen mit (v. l.) Lina Hansen (Fridays for Future), Marten Koch (Jugendbeiratsvorsitzender), Bürgermeister Gunnar Koech, Schulleiter Thomas Engelbrecht und Moderator Lars Hartwig.
Bauausschussvorsitzender Werner Rütz (li.) begrüßte die zahlreichen Teilnehmer der 1. Ratzeburger Jugendklimakonferenz in der Lauenburgischen Gelehrtenschule zusammen mit (v. l.) Lina Hansen (Fridays for Future), Marten Koch (Jugendbeiratsvorsitzender), Bürgermeister Gunnar Koech, Schulleiter Thomas Engelbrecht und Moderator Lars Hartwig. Quelle: Stadt Ratzeburg
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Ratzeburg

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat hatte nach der „Fridays for Future“-Demonstration vor dem Ratzeburger Rathaus im Mai dieses Jahres ein solches Format angeregt und mit Unterstützung des Bauausschussvorsitzenden Werner Rütz sowie der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen organisiert.

Im ersten Schritt erhielten die jungen Konferenzteilnehmer die Möglichkeit, sich in den Themenfeldern „Energie/Energieeffizienz“, „Mobilität“, „Abfall und Recycling“ und „Artenvielfalt“ über aktuelle Vorhaben, begonnene und umgesetzte Maßnahmen oder angestrebte Ziele in der Stadt zu informieren. Neben Mitarbeitern des städtischen Bauamtes standen auch Experten von der VSG-Netz, der AWSH und der Kreisforsten Rede und Antwort, auch für viele kritische Fragen.

Bauamtsleiter Michael Wolf (li.), Bürgermeister Gunnar Koech und Manfred Priebsch von den Vereinigten Stadtwerken (VSG) stellten sich Fragen der Jugendlichen zum Thema "Energie/ Energieeffizienz" in Ratzeburg. Quelle: Stadt Ratzeburg

Im Anschluss übernahm es Moderator Lars Hartwig aus Lübeck, mit den Jugendlichen das Erfahrene zu reflektieren. Die Erwachsenen verfolgten diesen Prozess nur zuhörend, ohne sich einzumischen. In einem Rollenwechsel konnten danach die Stadtvertreter, Experten und Verwaltungsmitarbeiter ihre Erfahrungen der Informationsrunde zusammenfassen, mit den jungen Zuhörern als Publikum.

Positive Wertschätzung

Beide Gruppen erfuhren so die jeweilige Sichtweise zur Informationsrunde, aber auch die jeweils positive Wertschätzung der sehr offen geführten Gespräche. Lars Hartwig ließ danach in Kleingruppenarbeit Themenfelder bestimmen und Ziele erarbeiten, die den Jugendlichen wie auch den Erwachsenen besonders wichtig erschienen.

In verschiedenen Gesprächsrunden wurde über kommunale Klima- und Umweltschutzziele diskutiert - mal zusammen, mal in den Altersgruppen für sich. Quelle: Stadt Ratzeburg

Im Fokus dieser Diskussionen standen ganz konkrete Forderungen wie die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, die Ausweitung von Mülltrennung in Schulen und öffentlichem Raum, die Installation von Solarthermie auf den Dächern der Ratzeburger Schulen sowie gemeinsame Baumpflanzaktionen. In einer ersten Bewertung wurden viele dieser Idee als durchaus umsetzbar eingestuft und alle als sehr zielführend und verfolgenswert.

Praxisorientierte Diskussion

Bürgermeister Gunnar Koech und Bauausschussvorsitzender Wolfgang Rütz (FRW) zeigten sich vom Verlauf der Konferenz und der praxisorientieren Diskussion mit den Jugendlichen beeindruckt und regten an, solche Diskussionsformate mit der Ratzeburger Jugend häufiger durchzuführen. Diese positive Bewertung spiegelte sich auch in den abschließenden Wortbeiträgen der Jugendlichen.

Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates sagte: „Wir haben auf dieser Jugendklimakonferenz mit den Kommunalpolitikern und den Experten auf Augenhöhe sprechen und diskutieren können. Unsere Fragen und Ideen wurden ernst genommen. Dass sich so viele Jugendliche daran beteiligt haben, war dabei wirklich entscheidend. Ich hoffe, wir setzen diese Gespräche fort.“

Von hfr