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Lauenburg Rotary-Präsident will Kinderlähmung besiegen
Lokales Lauenburg Rotary-Präsident will Kinderlähmung besiegen
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06:00 09.06.2019
Holger Knaack (r.) begleitet den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, über die Projekt-Messe der Rotarier beim Jahreskongress in Hamburg. Quelle: Matthias Schütt
Ratzeburg

Während sich über 25 000 Rotarier nach ihrer Convention in Hamburg wieder in alle Himmelsrichtungen zerstreuen, kommt der Zentralvorstand des Serviceclubs noch in der Hansestadt zu seiner turnusmäßigen Vorstandssitzung zusammen. Mit dabei der Ratzeburger Holger Knaack, der – wie berichtet – im kommenden Jahr das Präsidentenamt übernehmen wird. Der Immobilienkaufmann aus der Möllner Straße wird dann ein Jahr lang oberster Repräsentant von 1,2 Millionen Rotariern in mehr als 35 000 Clubs in aller Welt.

Jugendliches Image bewahrt

Wer ist der Mann, der es in der amerikanisch dominierten Organisation bis an die Spitze geschafft hat? Beim Blick auf die in Hamburg versammelten Amtsvorgänger fällt ein Vorteil sofort ins Auge: Auch mit 67 hat sich Knaack ein jugendliches Image bewahrt. Mit seiner offenen Art nimmt er jeden Gesprächspartner sofort für sich ein. Charme allein jedoch reicht nicht aus, strategisches Geschick muss dazukommen. Als er 2013 in den Zentralvorstand einzog, setze Knaack einfach Hamburg auf die Kandidatenliste für eines der folgenden Jahrestreffen. „Senat und Verwaltung haben sich gewaltig ins Zeug gelegt, die Rotary-Convention an die Elbe zu holen“, spielt er seine Rolle etwas runter. Dabei war eine kluge Regie im Hintergrund unerlässlich: „Die Konkurrenz war groß. Madrid, Paris und Hongkong kämpften mit um den Zuschlag.“

1987: ein Serviceprojekt in der DDR

„Ehrenamt muss Spaß machen“, ist Knaacks Devise, mit der er auch in Ratzeburg einiges bewegt hat. Seit 1976 wohnt der geborene Lübecker aus der bekannten Bäckerfamilie in der Stadt, wurde Gründungsmitglied der Bürgerstiftung und Vorsitzender der Karl-Adam-Stiftung. Eine wichtige Vorbereitung auf Rotary war die Mitarbeit im Round Table Club. Beim spektakulärsten Projekt dieser Truppe war Knaack mittendrin: 1987, also noch zu DDR-Zeiten, spendierten die 18 Ratzeburger Tabler der Laurentius-Kirche in Schönberg für 20 000 DM ein Gerüst für die anstehende Renovierung. Im kleinen Grenzverkehr wurden bleibende Kontakte geknüpft. Hand in Hand mit Schönberger Gemeindemitgliedern wurde das Gerüst gemeinsam aufgebaut. „Aus der Gemeinschaft die Kraft zu entwickeln, auch unmögliche Aufgaben anzupacken, das hat uns alle unheimlich motiviert“, schaut Knaack zurück.

Polio-Kampagne wird vorangetrieben

Auch Rotary versucht das Unmögliche, zum Beispiel die Kinderlähmung (Polio) auszurotten, als zweite Infektionskrankheit nach den Pocken. Das Projekt sollte längst beendet sein, aber immer noch verhindern Konflikte im Grenzgebiet von Pakistan und Afghanistan, auch dort alle Kinder zu impfen. „Wir bleiben dran, aber schon jetzt gibt es Erfolge, von denen niemand zu träumen gewagt hätte“, verweist der Ratzeburger auf die aktuelle Lage: „32 Infektionen gab es weltweit im vergangenen Jahr. Vor zehn Jahren waren es noch mehr als 1500. Außerdem haben wir mit WHO, UNICEF und der Gates Stiftung im Rahmen dieses Projekts eine Infrastruktur geschaffen, die in vielen armen Ländern die Gesundheitsvorsorge dauerhaft verbessert . Dass die Ebola-Epidemie in Westafrika vor einigen Jahren so schnell eingedämmt werden konnte, ist auch einem dichten Labornetz zu verdanken.“

Vielleicht gelingt in seinem Amtsjahr der entscheidende Schritt zur „Null“. Aber wie auch immer: „Bei allem, was Rotary anpacken will, müssen wir noch professioneller werden“, fordert Knaack. „Ohne starke Partner geht es nicht. Die Polio-Kampagne ist dafür das beste Beispiel.“

Matthias Schütt

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