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Lauenburg Boot gekentert – Insassen helfen sich selbst
Lokales Lauenburg Boot gekentert – Insassen helfen sich selbst
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16:23 11.09.2019
Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Buchholz-Disnack-Pogeez: In Kooperation mit der Pogeezer DLRG jagen die FW-Leute über den Ratzeburger See, um bei Schiffs- oder Bootsunglücken zu helfen. Quelle: Joachim Strunk
Groß Sarau

Glück im Unglück hatten zwei Segler auf dem Ratzeburger See. Bei den heftigen Winden, Ausläufern des karibischen Tropensturms „Dorian“, waren sie mit ihrem Boot gekentert. Längere Zeit saßen sie auf dem Rumpf ihres Schiffs – für einen bislang unbekannten Beobachter von Land zu lange Zeit, sodass dieser den Notruf 112 wählte.

Gegen 14 Uhr am Mittwochmittag heulten die Alarmsirenen in Groß Grönau, Groß Sarau, Ratzeburg und bei der Gemeinschaftswehr Buchholz-Disnack-Pogeez auf. Letztere pflegt eine hervorragende Kooperation mit der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), die in Pogeez auch ein Rettungsboot unterhält.

Jan-Peter Dohrendorf, Wehrführer der Gemeinden Buchholz, Groß Disnack und Pogeez, Groß Disnack (re.), und seine Kameraden kehren vom Einsatz zurück. Quelle: Joachim Strunk

Mit diesem machten sich Wehrführer Jan-Peter Dohrendorf und zwei Kollegen sogleich auf den Weg zur Unglücksstelle. Doch dort stellten sie fest: Den Verunglückten, zwei „südeuropäischen Sportlern“, war es gelungen, ihr Gefährt wieder aufzurichten und weiter zu fahren. Einsatz beendet.

Zur Erleichterung aller. Auch wenn eine ganze „Maschinerie“ – mit vier Ortswehren und rund 30 bis 40 Einsatzkräften – durch den Notruf in Gang gesetzt wurde. Dohrendorf: „Personenrettung ist grundsätzlich kostenlos“. Der Mensch am Ufer habe wohl Schlimmstes befürchtet und deswegen alarmiert. Das sei natürlich nicht kostenpflichtig.

Warnhinweis am Steg an der Groß Sarauer Badestelle. Quelle: Joachim Strunk

Auch die verunglückten Segler hatten sich nicht gemeldet und Hilfe angefordert, kamen sogar selbst wieder zurecht und segelten anschließend weiter. Insofern sind sie keine Verursacher, die für Kosten aufkommen müssten.

„Allerdings“, so Jan-Peter Dohrendorf, „sind mittlerweile einige Wehren dazu übergegangen, sich Bergungskosten erstatten zu lassen“. Bei ihnen in Pogeez sei das allerdings noch kein Thema. „Ein gekentertes Boot nehmen wir – wenn es klappt – auch noch mit zurück.“

Von Joachim Strunk

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