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Lauenburg Ratzeburger als Weltpräsident bei Rotary nominiert
Lokales Lauenburg Ratzeburger als Weltpräsident bei Rotary nominiert
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14:12 31.05.2019
Holger Knaack ist zum Präsidenten von Rotary International nominiert. Quelle: Monika Lozinska
Ratzeburg

Heute fällt in Hamburg die Entscheidung: Wenn über 25 000 Rotarier aus 170 Ländern zu ihrem diesjährigen Jahreskongress in den Messehallen zusammenkommen, endet die Einspruchsfrist für die Wahl zum Präsidenten von Rotary International für das Jahr 2020/21. Nominiert ist der Ratzeburger Immobilienkaufmann Holger Knaack. Damit wird das wichtigste Amt des ältesten Serviceclubs der Welt erstmals einem Deutschen übertragen.

1952 in Lübeck geboren, erlernte Knaack zunächst das Bäckerhandwerk für die spätere Übernahme des familieneigenen Bäckereiunternehmens. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft wurde er 1979 Geschäftsführer der Bäckerei Knaack, verkaufte das zur Gruppe angewachsene Unternehmen 1994 und gründete eine Immobiliengesellschaft.

Jugendaustausch und Kampf gegen Kinderlähmung

Seit 1991 ist Knaack Mitglied im Rotary Club Herzogtum Lauenburg-Mölln. Für höhere Aufgaben qualifizierte er sich 2006, als er zum Governor des nordostdeutschen Distrikts gewählt wurde und ein Jahr lang für 3000 Rotarier in allen Clubs zwischen Neustadt an der Ostsee und Cottbus zuständig war. Es folgten Aufgaben als Mitglied im Zentralvorstand von Rotary International und als Schatzmeister der 1905 gegründeten Organisation. Weltweit sind 1,2 Millionen Männer und Frauen in über 35 000 Rotary Clubs tätig. Hauptprojekte sind der größte private Jugendaustausch sowie der Kampf gegen die Kinderlähmung, zusammen mit der WHO und UNICEF.

Knaack: „Wir müssen Rotary jünger und weiblicher machen“

Knaack, der sich in Ratzeburg unter anderem für die Bürgerstiftung und die Karl-Adam-Stiftung engagiert, wird in den kommenden zwei Jahren kaum zu Hause anzutreffen sein. „Mein erster Wohnsitz bleibt natürlich Ratzeburg, aber ich werde am Hauptsitz von Rotary in Evanston bei Chicago eine Zweitwohnung nehmen“, schaut er voraus. Von dort aus wird er zunächst als Präsident elect, ab Juli 2020 dann als Präsident weltweit Rotary für ein Jahr repräsentieren. Die Hauptaufgabe seiner Präsidentschaft lässt sich in einem Satz zusammenfassen: „Wir müssen Rotary jünger und weiblicher machen“, so Knaack. Was der weltumspannende Club leistet, können Besucher bis Mittwoch auf dem Jungfernstieg in Hamburg erfahren. Dort werden im Rahmen des Jahreskongresses beispielhafte Projekte vorgestellt.

Matthias Schütt

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