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Lauenburg Riesiger Trümmerhaufen nach Großbrand
Lokales Lauenburg Riesiger Trümmerhaufen nach Großbrand
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17:58 28.03.2019
Von Wohntrakt (rechts) und Scheune (links) blieb nach dem Großbrand nur ein Schuttberg übrig. Quelle: TIMO JANN
Schnakenbek

Sechs Stunden lang dauerten die Löscharbeiten nach dem Großbrand am Papenkamp in Schnakenbek. Erst nachdem ein Bagger Trümmer eingerissen hatte, konnten die am Mittwoch um 17.33 Uhr alarmierten Feuerwehrleute letzte Brandnester gefahrlos und endgültig ablöschen. Wasser musste ganz aus der Glüsinger Straße über fast 1000 Meter zum abgelegenen Brandort gepumpt werden. Die Ursache des Großfeuers am Mittwochabend ist derweil noch unklar. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen.

Klicken Sie hier, um Bilder von einem Feuerwehreinsatz bei dem Großbrand auf einem Schnakenbeker Resthof zu sehen, der sich im März 2019 ereignet hat.

Am Donnerstag wurde das Ausmaß des verheerenden Brandes erst deutlich. Von der Scheune steht nur noch der linke Flügel, der ganze rechte Teil mit einer Wohnung und ein angebauter Wohntrakt liegen in Trümmern. Der Bewohner des Gebäudeteils hat alles verloren, was er hatte. Polizeibeamte brachten ihn abends zunächst in einer Notunterkunft in Lauenburg unter.

„Der Mann braucht jetzt dringend Hilfe. Allein ist er jetzt mit der Situation bestimmt überfordert“, sagt Hofbesitzer Ted Kirchhoff. Er hatte mit seiner Frau Anne, die einige Pferde hält und Pferdephysiotherapeutin ist, den Hof 2011 gekauft. Ihr Mitbewohner im Nebengebäude – der Sohn der Bauern, die in den 1980er Jahren hier einen Geflügelhof betrieben hatten – besitzt lebenslanges Wohnrecht. „Kontakt hatten wir kaum, er ist vom Typ her schon eher ein Eigenbrötler“, so Kirchhoff. Der Mann habe sich sehr abgeschottet.

Der Trümmerhaufen der abgebrannten und eingerissenen Ruine erstreckt sich etwa über 20 mal 30 Meter. Die Luft riecht nach Brandschutt. „Wir sind so froh, dass niemand verletzt wurde und unser Haus erfolgreich geschützt werden konnte“, berichtet Anne Kirchhoff. Ihr Mann lobt ausdrücklich die Feuerwehr. „Die waren alle so schnell hier und haben gleich unser Wohnhaus mit Wasser abgeriegelt. Dorthin drückte der Wind Feuer und Rauch, da hatten wir echt Glück“, sagt Kirchhoff. 120 Feuerwehrleute hatte die Leitstelle nach Schnakenbek geschickt.

Wie es jetzt weitergehen kann, weiß Kirchhoff noch nicht. So weiß er nicht um die Versicherungsfrage für den Bereich mit dem Nießbrauchwohnrecht seines Nachbarn. Daran hängen nachher Fragen im Zusammenhang mit Abbruch, aufräumen und eventuell Neuaufbau auf dem Resthof.

Timo Jann

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