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Lauenburg Roboter soll in Lauenburg Medikamente und Lebensmittel bringen
Lokales Lauenburg Roboter soll in Lauenburg Medikamente und Lebensmittel bringen
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12:26 21.09.2019
Der autonom fahrende Bus auf Testfahrt in der Altstadt von Lauenburg. Quelle: Holger Marohn
Ratzeburg

Das Forschungsprojekt Tabula mit automatisiert fahrenden Bussen in Lauenburg steht kurz vor dem nächsten Meilenstein. Vom 11. Oktober an soll das Gefährt erstmals in einem Realbetrieb Fahrgäste durch Lauenburg befördern. Doch die Macher denken schon weiter. Mit dem Anschlussprojekt Tabula-Log sollen künftig auch Waren transportiert werden. Log steht dabei für Logistik.

Die Forscher wollen künftig nicht nur neue Fahrtstrecken ins Umland erproben. „In den Leerlaufzeiten des Busses könnten Waren beispielsweise von Apotheken in Umlandgemeinden ausgefahren werden“, beschrieb Michael Sauerland als Vorsitzender des Ausschusses für Regionalentwicklung und Mobilität die Projektidee. Aber auch der Transport von Lebensmitteln ist im Gespräch. Und das alles soll voll automatisiert erfolgen. Dafür soll neben dem Institut für Verkehrsplanung und Logistik der Technischen Universität Hamburg als wissenschaftlichem Partner auch ein Institut der TU eingebunden werden, das sich mit Robotik beschäftigt.

Fraktionsübergreifende Zustimmung

„Die Idee ist, dass ein Roboter in den automatisierten Bus einsteigt, mit diesem ins Umland fährt und dort die Ware dann auf der letzten Meile direkt zum Empfänger transportiert“, beschrieb Sauerland die Vision. „Ich glaube, dass wir mit dem Projekt Tabula und auch mit dem Fortsetzungsprojekt Tabula-Log zeigen, dass wir in Sachen E-Mobilität und autonomes Fahren in der Spitzenklasse in der Bundesrepublik mitspielen können“, sagte Sauerland zu dem von der Verwaltung eingebrachten Tagesordnungspunkt.

Zustimmung kam auch von fast allen anderen Fraktionen. „Selbstverständlich wird die SPD zustimmen“, sagt Samuel Bauer (SPD). Jedem sei klar gewesen, dass die bisher bestehende Erprobungsphase für das Projekt Tabula nur sehr kurz und daher ein Anschlussprojekt sinnvoll sei. Für die AfD bemängelte Dr. Holger Stienen, dass es „bislang nichts Greifbares“ und kaum Informationen gebe. Eine Kritik, der der Ausschussvorsitzende Sauerland mit der Aufzählung mehrerer Informationsveranstaltungen begegnete.

Kreis beteiligt sich mit 200 000 Euro

Eine Fortsetzung wird es aber nur geben, wenn der Kreis bereist ist, sich auch finanziell zu beteiligen. Die TU Hamburg rechnet mit Gesamtkosten von 400 000 Euro für den Sachaufwand des Verkehrsverbundes Hamburg-Holstein (VHH) und zusätzlichen Personalkosten beim Kreis. Diese soll je zur Hälfte durch Fördermittel und vom Kreis getragen werden. Ende August hatte das Bundesverkehrsministerium das Folgeprojekt grundsätzlich befürwortet und für eine Entscheidung die Einreichung eines Antrages bis Ende September gefordert. Einstimmig bei Enthaltung der AfD und der fraktionslosen Andrea Schroeder beschlossen die Kreistagsabgeordneten, für das Projekt im Haushalt des kommenden Jahres 100 000 Euro bereitzustellen. Die gleiche Summe wäre dann auch für das Folgejahr erforderlich.

Normalerweise wäre das Projekt am 30. Juni kommenden Jahres dann beendet. Doch der Kreis möchte mit den Projektpartnern weitermachen. Und die Chancen scheinen gut zu sein. „Von 100 Projekten, die sich bei einem Interessenbekundungsverfahren beworben haben, sind 15 in die engere Wahl gekommen“, sagt Michael Sauerland.

Von Holger Marohn

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