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Lauenburg Atomkraftgegner wollen mehr Klarheit
Lokales Lauenburg Atomkraftgegner wollen mehr Klarheit
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11:18 11.12.2018
Im Sachsenwaldforum werden die Einwendungen zum Rückbau des Kernkraftwerkes Krümmel erörtert. Jeder Teilnehmer muss sich vorher akkreditieren. Quelle: Holger Marohn
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Reinbek/Krümmel

Mit der Erörterung der Einwendungen zu den Plänen von Vattenfall geht der der Rückbau des Kernkraftwerkes Krümmel in eine neue Phase. Etwa ein Dutzend Einwender sind dazu in das Sachsenwaldforum Reinbek gekommen, um sich an der Diskussion zu beteiligen. Und die hatten reichlich Kritik im Gepäck. Das Ministerium hat derweil zusätzlich Gästen die Teilnahme am Verfahren erlaubt – so lange Platz ist.

„Ich erwarte von dem Eröterungstermin zahlreiche Konkretisierungen“, sagt Dr. Bernd Redecker vom Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atom (LagAtom). So seien die Ausführungen von Vattenfall zum Rückbau „an vielen stellen schwammig“ und deutlich weniger konkret als bei geplanten Rückbau des Forschungsreaktors der ehemaligen GKSS.

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Eine große Frage sei, wo der Atommüll nach dem Rückbau bleibe. Angesichts der Verzögerungen bei der Suche und dem Bau von Endlagern müsse sichergestellt sein, dass sowohl das geplante Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle am Zwischenlager (LasmAaz) als auch das Standortzwischenlager mit Castorbehältern, in denen die Brennelemente lagern, auch für 50 oder 60 Jahre sicher sei.

Sorgen bereiten Redecker auch die von Vattenfall beantragten Ableitungswerte sowohl in die Luft als auch in die Elbe. „Diese müssen minimiert werden und dürfen nicht die gleichen Werte wie im Betriebsstatus haben“, fordert Redecker. Vertreter der Unteren Wasserbehörde des Kreises verwiesen auf ein gesondertes Verfahren.

In weiteren Themenblöcken wird es in den kommenden Stunden und Tagen auch um die Zwischenlagerung der atomaren Abfälle, der Transporte und der Überwachung gehen.

Die Erörterung ist zunächst bis Donnerstag angesetzt.

Holger Marohn