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Lauenburg Sabine Budweg regiert jetzt in Breitenfelde
Lokales Lauenburg Sabine Budweg regiert jetzt in Breitenfelde
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20:10 05.09.2016
Breitenfeldes neue Regentin heißt Sabine Budweg (l.). Wegen des schlechten Wetters gab es nur einen „Umzug light“. Quelle: Fotos: Jeb/hfr
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Breitenfelde

„Es ist das erste Mal, dass wir in Breitenfelde eine Königin haben“, sagte Schützenoberst Hubert Deppe nicht ohne Stolz. Damit sei in Breitenfelde nun das eingetreten, was bei der Möllner Schützengilde von 1387 schon vor zwei Jahren der Fall war und auch bei einigen anderen Schützenvereinen im Kreisgebiet schon mehrfach der Fall gewesen sei: Frauen auf dem Königsthron der Schützenvereine.

 

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Ehrungen

Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Freddy Albrecht und Hendrik Oehser geehrt. 30 Jahre ist Horst Schröder dabei, 40 Jahre Hajo Schmidt und Lothar Adler. Breitenfeldes ehemaliger Bürgermeister Hajo Westphal wurde für 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Sabine Budweg habe den deutlich besten Schuss aller zehn Bewerber um die Königswürde abgegeben, erklärte der Schützenoberst. Damit scheint klar, dass es kein Zufall war, dass auch in Breitenfelde eine Frau an die Spitze der Schützen wollte.

Der neuen Königin, die Gründungsmitglied der Damengruppe der Breitenfelder Schützen war und seither mit Leib und Seele dabei ist, steht Stefan Klein als Adjutant zur Seite. Jungschützenkönig wurde Lars-Karl Gercke. Dessen Schwester Kim-Henriette Gercke wurde Jugendkönigin!

Am Sonnabend hatten die Breitenfelder Schützen zunächst noch den amtierenden König Jan Dittmann abgeholt und waren dann mit ihm und seinem Gefolge zum Königsfrühstück zu Gothmanns Hotel marschiert, zu dem Dittmann die Breitenfelder Schützen, Abordnungen befreundeter Vereine und persönliche Gäste eingeladen hatte.

Mit dabei waren auch Landrat Dr. Christoph Mager und Amtsvorsteher Friedhelm Wenck sowie Breitenfeldes Pastor Frank Lotichius, der traditionell eine launige Geschichte zum Besten gab.

Der Vorsitzende des Kreisschützenverbandes Herzogtum Lauenburg, Lars Rothfuß, zeigte auf, welchen Stellenwert das Schützenwesen hat. Und sogar die Leistungen der Schützen bei den Olympischen Spielen in Rio seien besser gewesen, als die der Schwimmer. Und das, obwohl die Förderung der Schützen deutlich geringer ausfalle, als die der Schwimmer.

Nach dem Essen ging es in Marschformation und in Begleitung des Feuerwehrmusikzuges Breitenfelde/Niendorf an der Stecknitz zum Festplatz, wo am späten Nachmittag das Schießen um die Königswürde auf dem Programm stand. Nach der Proklamation baten die Schützen zum Tanz in das Festzelt.

Der Festumzug am Sonntagmittag musste wegen des Regens leider deutlich verkürzt werden. Die Breitenfelder zogen es vor, mit den Gastvereinen nur eine kleine Runde um den Festplatz zu drehen und die traditionelle Buttermilch im Festzelt zu servieren.

Und selbst bei der kurzen Runde wurden die Schützen nass. Dem gemütlichen Beisammensein im Festzelt aber tat das keinen Abbruch und so wurde noch bis in die frühen Abendstunden gefeiert. Den Abschluss des Breitenfelder Schützenfestes bildete das Katerfrühstück und das Kriegsgericht am Montagabend im Festzelt.

 Jens Burmester