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Lauenburg Salemer Scheune in frischem Glanz
Lokales Lauenburg Salemer Scheune in frischem Glanz
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20:15 29.04.2014
Neues Dach, neuer Giebel, ausgebessertes Fachwerk.
Salem

Lange galt die alte Dreiständer-Scheune an der Seestraße in der Ortsmitte von Salem als „Schandfleck“. Als Nebengebäude des verlassenen „Lindenhofes“ bröckelte auch sie lange vor sich hin. Bis im vergangenen Jahr das neue Dorf- und Tourismus-Zentrum anstelle des abgerissenen Lindenhofes entstand und eingeweiht wurde. Trotz heftiger politischer Debatten und viel Kritik aus dem eigenen Dorf setzte sich Bürgermeister Herbert Schmidt mit seiner Wählergemeinschaft BPS durch. Mittlerweile ist der Veranstaltungssaal sehr gut gebucht, das kleine Restaurant „Landlust am See“ wird ebenfalls gut angenommen.

Nun also wird auch die denkmalgeschützte Scheune wieder „aufgemöbelt“. Ursprünglich wollte Schmidt sie mit Förderunterstützung aus Kiel zu einem „Leuchtturmprojekt“ machen. Eine Ausstellung des Geoparks Nordisches Steinreich sollte hier präsentiert werden. Doch das war dem Land nicht förderfähig. Insofern sammelte die Gemeinde Spenden ein. „Bis heute haben wir 121 000 Euro erhalten. Mit diesem Geld wollen wir auskommen“, sagt Schmidt.

Im vergangenen Dezember begannen die Restaurierungsarbeiten. Das Dach ist bereits fertig. Die Gemeinde hatte eigentlich ein rotes S-Pfannendach geplant. Hier legte aber das Denkmalamt sein Veto ein.

Das vom Amt vorgeschlagene Reetdach ist aber zu teuer. Also einigte man sich auf ein Zinkblechdach, das den Anforderungen eines „flächigen“ Daches am ehesten entspricht.

Die maroden Ziegel-Gefache in den Außenwänden werden durch erhaltene Steine des alten Lindenhofes ausgebessert. Im Innern mussten etliche morsche Hölzer ausgetauscht werden, Giebel und Lehmstampfboden wurden oder werden erneuert. Durch längliche vertikale Fenster in den Giebeln ist ein Lichteinfall im Obergeschoss gewährleistet. Die Tore der Einfahrten sowie die vorhandenen Fenster werden aufbereitet, ausgebessert und wieder eingesetzt. Ein Pflaster aus Feldsteinen soll rund um die Scheune gelegt werden.

Im oberen Giebelbereich wird der Nabu einen Eulennistkasten anbringen. Die bisherigen Nistkästen für Vögel und Fledermäuse bekommen ihre bisherigen Standorte zugewiesen.

„Es handelt sich um eine Sommerscheune“, sagt Schmidt. „Wir haben keine Wärmedämmung innen angebracht. Auch gibt es keinen Wasseranschluss. Nur Strom für Licht wurde verlegt.“

Die Scheune soll vielfältig genutzt werden: Neben Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder oder Gemeindebedarf ist auch eine Ausstellung im Rahmen „Dörfer zeigen Kunst“ angedacht. „Ein Raum wird mit gerettetem Mobiliar des alten Lindenhofes ausgestattet“, erzählt der Bürgermeister weiter. Hier böten sich Treff- und Ausgangspunkte für Exkursionen durch die Kreisförsterei, den WWF, den Nabu und andere Einrichtungen an.

Mit der Fertigstellung der Außenhülle rechnet Schmidt Ende Mai, die Außenanlagen sollen Ende Juni beendet sein. Da die Zusammenarbeit von Architekt Oliver Juhnke (Ahrensbök) und den bauausführenden Firmen gut verlaufe, ist Schmidt zuversichtlich, „mit den vorhandenen Spendengeldern auszukommen“. Schon jetzt zeichne sich ab, sagt der Bürgermeister, dass „die Wiederherstellung der Scheune ein Gewinn ist“.

Wir haben bewusst auf Dämmung verzichtet. Es ist eine Som- merscheune!“Herbert Schmidt, Bürgermeister

Joachim Strunk

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