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Lauenburg Schiff verliert Ruderblatt in Schleuse
Lokales Lauenburg Schiff verliert Ruderblatt in Schleuse
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11:26 04.12.2018
Ein Schiff liegt in der Schleuse Berkenthin. (Symbolbild)
Ein Schiff liegt in der Schleuse Berkenthin. (Symbolbild) Quelle: Agentur 54°
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Berkenthin

Das 72 Meter lange Gütermotorschiff war am Freitag auf dem Weg von Salzgitter nach Lübeck auf dem Elbe-Lübeck-Kanal. Um 15.25 Uhr wurde die Reise kurzzeitig an der Schleuse in Berkenthin unterbrochen.

Der Schleusenwärter rief gegen 15.30 Uhr die Wasserschutzpolizei. Das Schiff habe mit seinen Ruderblättern auf dem Mauervorsprung, über dem sich das bergseitige Schleusentor befindet aufgelegen. Beim Hinunterrutschen von dem Vorsprung sei das Steuerbordruderblatt des Schiffes dann abgebrochen, weshalb dem Schiffsführer zunächst die Weiterfahrt untersagt worden sei.

Fahrlässigkeit mit unangenehmen Folgen

Mit 85 Meter Länge wäre die Schleusenkammer eigentlich wirklich lang genug für das Binnenmotorschiff. Eine kurze Fahrlässigkeit hatte jedoch unangenehme Folgen für den Schiffsführer. Das Schiff habe mit seinen Ruderblättern auf dem Mauervorsprung, über dem sich das bergseitige Schleusentor befindet aufgelegen.

Bei Eintreffen der Streifenwagenbesatzung der Wasserschutzpolizei in der Schleusenanlage lag das Schiff im Unterwasser der Schleuse an Pfählen zur Markierung der Fahrrinne. Die Beamten stellten fest, dass das abgebrochene Steuerbordruderblatt glücklicherweise an einer Sicherungskette hing und mittels des Schiffskrans wieder an Deck gezogen werden konnte.

Weiterfahrt wurde gestattet

Das Schiff hatte immer noch das Mittschiffsruder und das Backbordruder. Nach mehreren Tests konnte der Schiffsführer am Sonnabend gegen 11 Uhr bis in den Lübecker Klughafen fahren.

Die Weiterfahrt zu dem angestrebten Spezialterminal für Schütt- und Massengüter auf der Trave, wo die 750 Tonnen Kiesschlacke gelöscht werden soll, wurde dem Schiff nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden nur mit Schlepperbegleitung gestattet.

LN

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