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Lauenburg So lustig war der Karneval in Schnakenbek
Lokales Lauenburg So lustig war der Karneval in Schnakenbek
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16:36 18.02.2019
Super Stimmung bei bestem Wetter beim Schnakenbeker Carnevalsverein. Quelle: TIMO JANN
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Schnakenbek

„So ein traumhaftes Wetter hatten wir noch nie, die Straßen werden voll sein“, frohlockte Karl-Heinz Faust, der Präsident des Schnakenbeker Carnevalsvereins von 1990 vor dem Start des Festumzugs durch das Dorf. Unter dem Motto „Es gackert das Huhn, es meckern die Ziegen, wenn beim SCV die Federn fliegen“ steht die diesjährige Session.

Entsprechend verkleidet zeigten sich viele Teilnehmer des Umzugs. In Kittelschürze auf dem Wagen mit dem Slogan „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ oder als Hühner und Hähne verkleidet auf dem Wagen des Sportvereins. Und als der Umzug am Sonntag startete, herrschte in Schnakenbek tatsächlich der Ausnahmezustand, so voll war es auf den Straßen.

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Darum feiern die Schnakenbeker zwei Wochen eher

Super Stimmung bei bestem Wetter beim Schnakenbeker Carnevalsverein. Als Hühner und Hähne kostümiert war der Sportverein dabei. Quelle: TIMO JANN

Zwei Wochen früher als im Rheinland feierten die Schnakenbeker ihren Umzug. Hintergrund: Die SCV-Mitglieder fahren in zwei Wochen zum befreundeten Verein nach Rendsburg und feiern dort Rosenmontag mit.

„Wenn man das Wetter heute und den Zulauf der Gäste betrachtet war es genau die richtige Entscheidung, den Termin vorzuziehen“, freute sich Bürgermeister Christian Pehmöller, der auf dem Festwagen des 11-er Rates dabei sein durfte. Schließlich hatte er bei den Karnevalsnächten des SCV in der Bütt eine ordentliche Rede rausgehauen.

Traktoren zogen die liebevoll geschmückten Anhänger durch den Ort, Musik dröhnte aus Boxen und hallte durch die Straßen.

Kamelle flog Kistenweise in die Menge

Mit 15 Vereinen und Gruppen sowie von zwei Musikzügen begleitet zog der Umzug vom Heidelbeerhof am Krüzener Weg durch das Dorf. Drei Mal wurde dabei die Bundesstraße 5 gekreuzt, die Polizisten und Feuerwehrleute immer kurzzeitig für den Verkehr sperren mussten. „Der Stau reicht wohl bis Lauenburg, aber das muss mal erlaubt sein“, so Pehmöller.

Super Stimmung bei bestem Wetter beim Schnakenbeker Carnevalsverein. Hunderte Gäste feierten mit dem Verein die fünfte Jahreszeit. Quelle: TIMO JANN

Mit viel Einfallsreichtum hatten die beteiligten Gruppen ihre Festwagen geschmückt. Kistenweise warfen sie Kamelle in die Menge am Rand der Strecke, was vor allem die Kinder freute, die sich kleine Vorräte anlegten. Auch manch ein Schnaps wurde an Erwachsene von den Wagen herunter gereicht.

„Es war einfach unglaublich“

Nach gut zwei Stunden hatte der Tross das Gemeindezentrum erreicht, wo noch weiter gefeiert wurde. „Es war einfach unglaublich. Wenn man bedenkt, dass wir wegen Glätte den Umzug schon einmal absagen mussten, ist das hier heute großartig“, sagte Faust zufrieden. Nach knapp 30 Jahren setzt sich das Narrentum in Schnakenbek immer mehr durch.

Traditionelle Veranstaltungen wie der obligatorische Sturm auf die Ertheneburg zum Sessionsauftakt im November oder die Karnevalsnächte im Januar und Februar locken immer mehr Menschen an. „Wir wollen den Menschen einfach eine schöne Zeit bieten und wir freuen uns, wenn sie mit uns feiern“, so Faust.

Super Stimmung bei bestem Wetter beim Schnakenbeker Carnevalsverein. Natürlich war auch die Tanzgarde beim Umzug dabei. Quelle: TIMO JANN
Super Stimmung bei bestem Wetter beim Schnakenbeker Carnevalsverein: Präsident Karl-Heinz Faust und Bürgermeister Christian Pehmöller freuten sich. Quelle: TIMO JANN

Timo Jann

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