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Lauenburg Schornsteinfeger auf Tour für krebskranke Kinder
Lokales Lauenburg Schornsteinfeger auf Tour für krebskranke Kinder
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14:58 11.06.2018
Schornsteinfeger Jens-Uwe Reimers aus Nusse (li.) übergibt 2000 Euro an Andreas Walther, den stellvertretenden Geschäftsführer der Glückstour, der selbst auch Schonsteinfegermeister ist. Die lauenburgischen Schornsteinfeger haben sich alle an der Aktion beteiligt. Quelle: Foto: Jeb
Breitenfelde

Schornsteinfegermeister Andreas Walther aus Göldenitz, der seinen Kehrbezirk in Ahrensburg im Kreis Stormarn hat, ist stellvertretender Geschäftsführer der Glückstour, die die Schornsteinfeger in diesem Jahr per Fahrrad über 1000 Kilometer von Düsseldorf nach Hamburg führt.

Im vergangenen Jahr sammelten die Schornsteinfeger 188000 Euro, in diesem Jahr wollen sie die 200000-Euro-Marke knacken. „Wir haben aktuell bereits über 1,4 Millionen Euro Spendengelder für krebskranke Kinder gesammelt. Die Glückstour ist eine der größten privaten Hilfsaktionen in Deutschland“, erklärt Walther.

„Die Glückstour ist eine der größten privaten Hilfsaktionen Deutschlands.Andreas Walther, Schornsteinfeger

„Einer für alle, alle für einen“, der Leitspruch des Schornsteinfegerhandwerks, verbunden mit der Tradition des Schornsteinfegers als Glücksbringer zeigt sich bei der Glückstour auf besondere Weise.

Alle Fahrer und Fahrerinnen bringen nicht nur ihre sportliche Leistung ein, sondern zahlen beim Start 500 Euro Startgeld als Spende und übernehmen auch selbst die kompletten Kosten für die eigene Verpflegung und Übernachtung während der gesamten Tour, so dass hierfür keine Spendengelder verwendet werden. Darüber hinaus nehmen alle Glücksradler für die Tour mindestens eine Woche Urlaub.

Bei ihrer monatlichen Versammlung übergaben die lauenburgischen Schornsteinfeger jetzt diese 2000 Euro an den Göldenitzer Andreas Walther, der das Geld mit in den großen Topf steckt. „In diesem Jahr werden 51 Institutionen und Familien jeweils 3000 Euro erhalten. Das sind die Spenden aus der Tour 2017. Im Herzogtum Lauenburg profitiert in diesem Jahr davon der „Förderverein zur Unterstützung schwersterkrankter und behinderter Kinder e.V.“.

Peter Schmid, Vorsitzender und Gesicht dieses Vereins, wird den Spendenscheck bei der Ankunft der Glückstour am 26. Juni in der Handelskammer in Hamburg persönlich entgegennehmen.

Krebs ist zweithäufigste Todesursache bei Kindern

Der Verein „Glückstour – Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern", der die Aktion organisiert, hat mit den Spendengeldern in den vergangenen Jahren viele Initiativen, Elternvereine und Kliniken unterstützt, sowie Forschungsprojekte ermöglicht, um krebskranke Kinder und deren Familien zu unterstützen, Leben zu bewahren und Gesundheit zu fördern.

Krebs ist nach Unfällen die zweithäufigste Todesursache bei Kindern in Deutschland. Die Überlebenschancen der betroffenen Kinder hängen von der Art des Krebses und rechtzeitiger Behandlung ab.

Über 1000 Kilometer in sieben Tagen, bei Wind und Wetter – die Strecke verlangt den radelnden Schornsteinfegern Jahr für Jahr einiges ab, aber alle vereint nur das eine Ziel:

Möglichst viele Spenden für krebskranke Kinder einzusammeln und zu verteilen. Zu den Spendern gehören neben vielen Firmen auch Kollegen, die rund um die Glückstour Spendengelder sammeln.

 Jens Burmester

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