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Lauenburg „Theater? – Ist wichtig!!!“
Lokales Lauenburg „Theater? – Ist wichtig!!!“
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19:14 15.02.2019
Mit Verve und Schwung agieren rund 120 Jugendliche von fünf Schulen aus Ratzeburg, Mölln und Büchen, um mehr zu erfahren über das Agieren auf den Bühnen der Welt. Quelle: Joachim Strunk
Ratzeburg

 „Macht Euch locker!“, ruft Jörg-Rüdiger Geschke. Er steht oben auf der Bühne der Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule in Ratzeburg. Rund 120 Jugendliche aus fünf Schulen des Kreises sind aufgesprungen und schnippen, klatschen, stampfen daraufhin gelöst mit ihm gemeinsam im Aufwärm-Takt. Dazu seine immer wiederkehrende, lautstarke Frage: „Theater?“ – und die nicht minder laute Antwort: „ist wichtig!!!“

So beginnt am Freitagmorgen der zweitägige Workshop des Theaternetzwerks Kulturknotenpunkt Herzogtum Lauenburg/Stormarn. „Wir hatten bis Anfang des Jahres noch ziemlich viele Anfragen, doch dann gab es leider einige Abmeldungen“, erklärt Geschke, Musiklehrer an der Gemeinschaftsschule Mölln, zudem im Vorstand der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Er organisiert das „Event“.

Unterstützung durch Stiftungen

Einige Schulen seien abgesprungen, vor allem aus dem Kreis Stormarn. Mag es an dem – kleinen – Eigenbeitrag für die Fahrt nach Ratzeburg liegen? Oder an fehlender Kommunikation? Die Kosten für Betreuung durch Profi-Seminarleiter aus der überregionalen Theater- und Musikszene sowie für Verpflegung werden eigentlich durch die Unterstützung der Stiftung Herzogtum Lauenburg und von „Schule trifft Kultur“ aus dem Kieler Kultusministerium gedeckt.

Aber Geschke ist dennoch angetan von der großen Beteiligung: „Ich freue mich über so viele neue Interessierte und genauso über viele ,alte Bekannte’ vom letzten Mal in Mölln 2017“. Mit dabei an diesem Wochenende sind von der Lauenburgischen Gelehrtenschule die Truppe von Lehrer Peter Broos, Klasse 9a, und das Sport- und Sprachprofil aus der 11a von Hanno Brinkmann. Aus Mölln sind es die zwei Gruppen der Gemeinschaftsschule aus den Jahrgängen 9 und 10, die Gemeinschaftsschule Ratzeburg entsendet ihre Gruppe aus dem 7. Jahrgang, die Steinfeld-Schule aus Mölln eine gemischte aus den Jahrgängen 7 bis 9 und letztlich aus Büchen von der Friedegart-Belusa-Schule die 10.-Klässler.

Interesse am „Bühnenkampf“

Der Freitag steht im Zeichen von Profi-Workshops. Die theaterbegeisterten Jugendlichen haben hart gerungen um Plätze in den begehrten fünf Workshops. „Das größte Interesse bestand diesmal am ,Bühnenkampf’, also Techniken, wie sich Schauspieler in körperlichen Aktionen am besten in Szene setzen können“, erklärt Geschke.

in den Workshops an der LG Ratzeburg

Für diesen Workshop hat er Philipp Romann rekrutiert, einen Schauspieler und aktiven Kampfkünstler, der seit Jahren Bühnenkampfsport-Workshops leitet und selbst natürlich auch auf der Bühne und vor der Kamera steht. „Wow, war das gerade echt?“, lautet sein Programm. Er vermittelt den motivierten Jugendlichen die besten Darstellungen von „Ohrfeigen, Würgen, Schläge und Tritte, Massenschlägereien, Kampf mit Alltagsgegenständen“. Toll, woll?

Aber auch die anderen Workshops sind begehrt: Figurentheater mit der Puppenspielerin Dörte Kiehn („Tandera“), Tanz und Performing Arts mit dem Musical-Darsteller Martin Ruppel, „Geschichten auf der Bühne“ mit dem Lübecker Regisseur Knut Winkmann, „Einer für Einen, Alle für Alle“ mit dem Theaterpädagogen Tobias Horstmann sowie „Spielend sprechend, sprechend spielen“ mit der Berliner Hochschuldozentin Simone Boles.

Ziel: Persönlichkeitsstärkung

Zwei Tage lang dauert das Event – weitestgehend finanziert. Die Schüler selbst müssen nur Interesse und Bereitschaft mitbringen, auch eigene Freizeit am Freitagnachmittag und Sonnabend zu investieren. Bei der Truppe vor Ort ist da aber kein Problem zu erkennen.

Was ist Sinn und Zweck dieser Veranstaltung? Jörg-Rüdiger Geschke, der als Organisator an der LG von den Lehrern Hanno Brinkmann und Peter Broos unterstützt wird, denkt nicht zuerst an mögliche Castings für Fernseh-Shows. „Das vorrangige Ziel ist Persönlichkeitsstärkung. Wie wirke ich mit meiner Körpersprache nach außen?“ Das könne oder müsse man in so vielen Situationen erproben, da helfe das Theaterspiel, sich selbst in Szene zu setzen – nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Alltags- und Berufsleben.

Joachim Strunk

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