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Lauenburg Schwarzenbek: Eltern schicken Brandbrief
Lokales Lauenburg Schwarzenbek: Eltern schicken Brandbrief
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17:39 28.03.2019
Die Grundschule Nordost. Quelle: Holger Marohn
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Schwarzenbek

Wenige Stunden vor Beginn der Stadtverordnetenversammlung in Schwarzenbek haben Elternvertreter einen Brandbrief an die Politik verschickt. Darin wird mehr Druck auf die Verwaltung gefordert. Elternvertreter Sven Bethke kritisiert offen die Stadtverwaltung unter Führung von Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig und fleht die Stadtverordneten fast schon an, mit Beschlüssen für Klarheit zu sorgen.

„Leider hält die Verwaltung der Stadt Schwarzenbek an der vorliegenden und leider unvollständigen Planung der Schulentwicklung in Schwarzenbek fest“, schreibt Bethge zunächst. Das die vorliegende Schulentwicklungsplanung nicht den tatsächlichen Sachverhalten entsprächen, würden bereits die Schüleranmeldezahlen für das Schuljahr 2019/20 zeigen. Auch würden weitere statistischen Zahlen, der Zuzug junger Familien in den diversen Neubaugebieten sowie die Schülerzahlen aus den umliegenden Gemeinden einfach ignoriert.

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Daher bittet der Elternvertreter die Politiker auf „durch terminierte und sehr konkrete Umsetzungsbeschlüsse kurzfristig für Klarheit zu sorgen“. Bethke: Es darf keine weiteren Verzögerungen geben, damit im nächsten Jahr bessere Lösungen für die Kinder ermöglicht werden.

Dabei wäre eine Umsetzung mit einem Umzug des Förderzentrums Centa-Wulf-Schule, wie von Eltern und Schulleitung gewünscht offenbar möglich. Sein Vorwurf: Die Stadtverwaltung verweise auf einen erforderlichen formellen Beschluss der Politik, der aber gar nicht notwendig sei. So könne der Schulträger die Entscheidung selbst treffen könnte, die aber nicht umsetze beziehungsweise blockiert, heißt es.

Und Bethkes Nachfragen im Bauamt machen durchaus Hoffnung: „Sofern entsprechende Beschlüsse zeitnah getroffen werden, würde der skizzierte Zeitplan bis März 2020 seitens des Bauamtes Schwarzenbek als realisierbar eingestuft. Insbesondere hat das Bauamt auch darauf verwiesen, dass auf Basis des bald vorliegenden Planungskonzeptes für die alte Realschule keine doppelten und gegenläufigen Baumaßnahmen notwendig sind und ein entsprechender Beschluss für das kommende Jahr zeitlich sinnvoll ist“, heißt es in der Mail.

Im Detail skizziert Bethke den Sachverhalt wie folgt: Die CWS priorisiert einen Umzug in die ehemalige Realschule in den ehemaligen Verwaltungstrakt einschließlich einer Betreuung von Trainings und Maßnahmen in den gleichen Räumen. Vorübergehende Baumaßnahmen werden gemäß Aussage der Schulleitung geduldet. Das Landesnetz, der Anschluss an das Intranet, sollte aufgrund der Nähe zur Grund- und Gemeinschaftsschule Schwarzenbek leicht realisierbar sein.

Im Sonderausschuss „Umnutzung alte Realschule“ soll am 30. April das Plankonzept durch den beauftragten Architekten für die alte Realschule vorgestellt werden. Darin sind die Pläne für mögliche Räume der Centa-Wulf-Schule sind enthalten. Bisher sei ein priorisierter Umzug der Centa-Wulf-Schule „angabegemäß nicht gewollt und wurde im Bauamt in der Planung somit auch nicht gesondert berücksichtigt“.

Die Verwaltung verweise auf einen erforderlichen Beschluss für einen möglichen kurzfristigen Umzug der Centa Wulf Schule. Dieser Beschluss sei aber formal nicht erforderlich, da der Schulträger die Entscheidung selbst treffen könnte. Bethkes Forderung: Die politischen Gremien sollten an dieser Stelle für Klarheit sorgen und zeitnah einen entsprechenden Beschluss einschließlich einer verbindlichen Terminplanung fassen. Eine priorisierte Behandlung des Förderzentrums könnte am 16. Mai in der Stadtverordnetenversammlung auf Basis des Plankonzeptes beschlossen werden.

Eine Umsetzung sollte gemäß eines detaillierten Zeitplans bis zum 31. März 2020 erfolgen. Eine konkrete Zeitplanung zur Umsetzung sei dabei als Vorgabe zwingend erforderlich, damit die notdürftige Container-Nutzung in der Grundschule Nordost aufgelöst werden kann. Für das Schuljahr 2020/21 würden im Ergebnis entsprechende Klassenräume in der Grundschule Nordost zur Verfügung stehen.

Sofern entsprechende Beschlüsse zeitnah getroffen werden, würde der skizzierte Zeitplan bis 03/2020 seitens des Bauamtes Schwarzenbek als realisierbar eingestuft. Insbesondere hat das Bauamt auch darauf verwiesen, dass auf Basis des bald vorliegenden Planungskonzeptes für die alte Realschule keine doppelten und gegenläufigen Baumaßnahmen notwendig sind und ein entsprechender Beschluss für das kommende Jahr zeitlich sinnvoll ist, schreibt Bethke abschließend.

Holger Marohn

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