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Lauenburg Bürgermeisterin schiebt Feuerwehr-Projekte an
Lokales Lauenburg Bürgermeisterin schiebt Feuerwehr-Projekte an
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12:22 30.01.2019
Stehen in engem Austausch: Feuerwehrchef Thorsten Bettin und Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig. Quelle: TIMO JANN
Schwarzenbek

Klare Ansagen von Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig zur Versammlung der Feuerwehr: Der Hauptausschuss soll in seiner nächsten Sitzung über einen zweiten hauptamtlichen Mitarbeiter (neben dem bereits beschäftigten Gerätewart) für die Feuerwehr beraten und die Planung und erste Arbeiten für die neue Feuerwache sollen noch in diesem Jahr starten. Das Geld für beide Vorhaben stehe bereit. Daran werden die unter akuter Raumnot leidenden ehrenamtlichen Retter der Stadt die Verwaltungschefin messen.

Bürgermeisterin will Gerätehaus zügig entwickeln

„Wir haben uns fest vorgenommen, das Feuerwehrgerätehaus zügig voranzubringen“, erklärte Ute Borchers-Seelig. Hintergrund: Zunächst gab es innerhalb der Politik keine Einigkeit, ob und wie die Raumsituation der Feuerwehr verbessert wird. Ende 2018 wurde dann beschlossen, das Projekt anzugehen. „Für uns ist klar. Die Adresse muss Lauenburger Straße lauten“, berichtete Feuerwehrchef Thorsten Bettin. Eine Standortdiskussion dürfe jetzt nicht mehr geführt werden. Und der Landwirt, dem angrenzende Flächen neben der jetzigen Wache gehören, sei bereit, einen Teil davon für das Vorhaben zu verkaufen, so Bettin. Die Feuerwehr benötigt mehr Garagenstellplätze, größere und mehr Schulungsräume sowie die Möglichkeit einer Trennung von sauberen und schmutzigen Bereichen, um Kontaminationen aus Einsätzen nicht zu verschleppen.

Millionen Euro stehen bereit

Laut Ute Borchers-Seelig stehen für 2019 bereits 2,4 Millionen im Haushalt der Stadt, weitere 6,9 Millionen seien vorgesehen. Man warte jetzt nur noch auf die Genehmigung des Haushaltes. Auch für einen zweiten Mitarbeiter bei der Feuerwehr mit ihren 104 Ehrenamtlichen machte sie sich stark: Dokumentationspflichten und Prüfvorgaben seien immer intensiver, das sei ehrenamtlich nicht mehr zu leisten. Und: Die Bürgermeisterin ist oberste Dienstherrin der Feuerwehr, geht etwas schief, ist sie in der Verantwortung. Bettin hatte neben 71 Aktiven auch einige Gäste zur Mitgliederversammlung begrüßen können. Lars Heuer vom Vorstand vom Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes dankte den Kameraden für ihr Engagement. „Ihr seid immer ein verlässlicher Partner“, sagte er. „Dankeschön für die Unterstützung“, sagte auch Amtswehrführer Thomas Kulp. Auch Ernst Jenner, der Leiter des Polizeireviers, dankte für die „sehr gut kollegiale Zusammenarbeit“ an den gemeinsamen Einsatzstellen.

Zahl der Einsätze stark gestiegen

263 Mal waren die Feuerwehrleute im vergangenen Jahr im Einsatz. Zum Vergleich: 2014 gab es 160 Einsätze. „Und die Zahl wird weiter steigen“, ist Bettin überzeugt. Deshalb rät er, das für 2020 erwartete neue Löschfahrzeug zusätzlich zu einem Tanklöschfahrzeug und nicht als dessen Ersatz zu beschaffen. 53 Menschen konnten aus Notlagen gerettet werden, für drei kam jede Hilfe zu spät. Ute Borchers-Seelig dankte ausdrücklich den Familien der Feuerwehrleute, die so oft auf gemeinsame Zeit verzichten müssten. Bettin schloss in den Dank auch die Arbeitgeber ein, die Retter bei Alarm vom Arbeitsplatz gehen lassen. Während der Versammlung wurden zahlreiche Feuerwehrleute geehrt. Der langjährige Wehrführer Martin Schröder erhielt für sein Engagement das schleswig-holsteinische Feuerwehrenehrenkreuz in Silber. 16 Jahre leitete er die Geschicke der Wehr, war vor mehr als 40 Jahren auch Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr. Nils Hilger, aktuell stellvertretender Wehrführer, bekam das Abzeichen in Bronze. Ingo Knieß bekam für 40 Jahre Einsatzdienst das Brandschutzehrenzeichen in Gold, Sören Wöhl und Guiseppe Incardona erhielten das Abzeichen in Silber für 25 Jahre Einsatzdienst. Roman Larisch und Achim Roth wurden in die Ehrenabteilung der Feuerwehr überstellt, die Jugendfeuerwehrleute Yannik Behr, Kevin Frank und Simon Ludwig neu aufgenommen.

Ute Borchers-Seelig und Lars heuer ehrten Sören Wöhl und Guiseppe Incardona (von links) für 25 Jahre Einsatzdienst. Quelle: TIMO JANN
Ingo Knieß (rechts) wurde von Lars Heuer mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold für 40 Jahre Einsatzdienst geehrt. Quelle: TIMO JANN

Timo Jann

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