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Lauenburg Feuerwehr setzt Drohnentechnik ein
Lokales Lauenburg Feuerwehr setzt Drohnentechnik ein
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12:34 22.01.2020
Sven Hems koordiniert den Einsatz der Drohnengruppe, die jetzt bei Schwarzenbeks Feuerwehr startklar ist. Quelle: Timo Jann
Schwarzenbek

Die Freiwillige Feuerwehr Schwarzenbek setzt ab sofort auf Luftaufklärung. Der Integrierten Regional-Leitstelle Süd (IRLS-Süd) in Bad Oldesloe wurde nach einer langen Erprobungsphase jetzt die kreisweit erste Drohnengruppe bei einer Feuerwehr einsatzbereit gemeldet. Koordiniert wird das Team von Feuerwehrmann Sven Hems. „Bei Bedarf würden wir aber nicht nur in Schwarzenbek zum Einsatz kommen, sondern im ganzen Kreis“, erklärt Feuerwehrchef Thorsten Bettin.

Drohnen bieten heutzutage einige zusätzliche Punkte, die bei der Einsatzbewältigung ganz hilfreich sein können“, so Bettin. Er hatte mit Kameraden auch den ersten Drohnenworkshop an der Landesfeuerwehrschule besucht. In anderen Landkreisen gibt es bereits ähnlich strukturierte Einheiten und auch die Landespolizei hat – zentral in Eutin – eine Drohnengruppe am Start.

Drohnenaufnahme einer Einsatzstelle in Schwarzenbek: Solche Aufnahmen helfen künftig der Einsatzleitung bei der Lageerkundung. Quelle: Timo Jann

Die Feuerwehr Schwarzenbek setzt bei der Technik auf eine Drohne vom Typ Yuneec H 520. Hems: „Wir können an dem Fluggerät eine Kamera und eine Wärmebildkamera anbringen. Die Bilder, die wir so einfangen, stellen wir der Einsatzleitung zur Verfügung.“ So können die Kameras Brandnester aufspüren, bei der Erkundung weitläufiger Objekte helfen oder bei der Suche nach Vermissten unterstützen. Das gilt auch für Arbeiten in großer Höhe, um dem Einsatzleiter am Boden einen Einblick in die laufenden Maßnahmen zu bieten. 20 Feuerwehrleute haben sich der Drohnengruppe angeschlossen. Sie absolvierten neben vielen praktischen Übungen auch mehrere theoretische Einheiten. „Das Handling der Drohne ist gut, jetzt warten wir mal die ersten Einsätze ab“, so Hems.

Alarmiert werden die Piloten derzeit noch über die Wehrführung, zeitnah sollen sie aber eine eigene Alarmstufe auf ihren digitalen Meldern erhalten. Ein Erkundungsfahrzeug nutzen sie bei Bedarf für den Transport der Technik, vor Ort werden sie an grauen Westen zu erkennen sein. Ausrücken wird ein aus drei Einsatzkräften bestehender Trupp: Der Einheitsführer, der Luftbeobachter und der Drohnensteuerer.

Die Feuerwehr setzt heute immer mehr technische Hilfsmittel ein, um bestmögliche Hilfe leisten zu können. Hems: „Bei einer Personensuche kann beispielsweise die Drohne so gestartet werden, dass sie ein vorgegebenes real automatisch abfliegt. Finden wir dann eine Wärmequelle, können wir an dem unkt nachsehen, was dort los ist.“ Bisher mussten die Flächen aufwendig von vielen Feuerwehrleuten durchsucht werden.

In Koffern kann bei Bedarf die Technik mitgenommen werden. Quelle: Timo Jann

Von Timo Jann