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Lauenburg Diese Unfallretter aus Schwarzenbek wollen die „Rescue-WM“ gewinnen
Lokales Lauenburg Diese Unfallretter aus Schwarzenbek wollen die „Rescue-WM“ gewinnen
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11:56 13.09.2019
Lars Militzer, Jan Piossek, Falk Milbrandt, Tobias Lahode, Stella Mau, mit dem von der Bürgermeisterin spendierten Maskottchen, und Jan-Reinhard Riffel (von links) gehören zum Team der Rettungs-Weltmeisterschaft. Quelle: FOTOS: TIMO JANN
Schwarzenbek/La Rochelle

Abfahrt beziehungsweise Abflug für Schwarzenbeks Retter zur Weltmeisterschaft in der Unfallrettung im französischen La Rochelle. Montagabend starteten Teamkapitän Jan-Reinhard Riffel und die Teammitglieder Stella Mau und Falk Milbrandt mit dem Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr und jeder Menge Ausrüstung auf den 1400 Kilometer weiten Weg nach La Rochelle.

Heute fliegen die weiteren Teammitglieder und die Betreuer hinterher. Von Donnerstag bis Sonntag nehmen die Schwarzenbeker Feuerwehrleute als Weltmeister an der Weltmeisterschaft in der Unfallrettung teil.

Kommandos auf Englisch

„Ich denke, wir haben uns gut vorbereitet, alles andere lassen wir auf uns zukommen“, fasst Jan Piossek zusammen. Der Zugführer der Feuerwehr koordiniert die Mannschaft, zu der neben Riffel, Mau und Milrandt auch Tobias Lahode, Lara Drews und Lars Militzer gehören. Sie hatten bei der ersten Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Vereinigung zur Förderung des deutschen Unfallrettungswesens im nordrhein-westfälischen Hemer im Frühjahr gleich den Titel errungen.

Piossek: „In La Rochelle wird das nochmal eine ganz andere Nummer.“ So müssen Kommandos und Patientenübergabe in englischer Sprache erfolgen, die Unfallszenarien werden deutlich aufwendiger hergerichtet.

Komplexes Lagebild bei der Weltmeisterschaft

Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig war am Sonntag zum letzten Training an die Feuerwache gekommen, hatte den Rettern viel Glück gewünscht und ihnen einen Wolf, das Schwarzenbeker Wappentier, als Maskottchen mit auf die Reise gegeben. Zusätzlich zu den 10 beziehungsweise 20 Minuten dauernden Szenarien, die die Schwarzenbeker von der Deutschen Meisterschaft kennen, muss bei der Weltmeisterschaft auch ein sehr komplexes Lagebild in 30 Minuten abgearbeitet werden.

An einem der vier Wettkampftage wird das Team komplett frei und die Möglichkeit haben, die Gegend zu erkunden. „Wir freuen uns aber auch auf den Austausch mit den anderen Teams, die aus aller Welt anreisen“, so Riffel. Er muss als Teamkapitän bei den Aufgaben die Lage erkunden, beurteilen, den optimalen Rettungsweg und möglichst zwei Alternativen festlegen und sein Team dann loslegen lassen.

Weitere Wehr kommt aus Kaltenkirchen

Im Blick haben die Schwarzenbeker bei der Ausbildung und den neuen Eindrücken, die sie beim Wettkampf sammeln werden, aber vor allem auch immer das Wohlergehen von Unfallbeteiligten bei ihnen im Heimatgebiet. Die Schwarzenbeker Wehr nimmt öfter an Wettkämpfen teil. Erstmals traten in diesem Februar sogar zwei Mannschaften aus dem Lauenburgischen an der Deutschen Meisterschaft in der Unfallrettung an: die Feuerwehren Geesthacht und Schwarzenbek.

Die einzige andere Wehr aus Schleswig-Holstein, die sich schon einmal im Wettbewerb gestellt hat, kommt aus Kaltenkirchen. Auf Anhieb wurden die Schwarzenbek dann sogar Deutscher Meister.

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Von Timo Jann

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