Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Schwester Maria Edburga gestorben
Lokales Lauenburg Schwester Maria Edburga gestorben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:18 26.09.2019
27 Jahre war Sr. M. Edburga das Gesicht der Katholischen Kirche in Lauenburg - nun ist sie im Alter von 82 Jahren gestorben. Quelle: hfr
Anzeige
Lauenburg

27 Jahre war Schwester Maria Edburga das Gesicht der Katholischen Kirche in Lauenburg – nun ist sie im Alter von 82 Jahren gestorben.

Im Jahr 1990 kam die Missionsschwester vom heiligen Namen Mariens mit einer Mitschwester in die Elbestadt und bezog das Pfarrhaus am Büchener Weg. In ihrer Zeit als Gemeindereferentin gab Schwester Maria Edburga an verschiedenen Schulen Religionsunterricht, bereitete die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde auf die Erstkommunion und Firmung vor, kümmerte sich um die täglichen organisatorischen Belange einer Kirchengemeinde, engagierte sich im ökumenischen und interreligiösen Dialog, besuchte die Alten und Kranken.

Anzeige

Seelsorgerin für alle

Als Seelsorgerin war es ihr wichtig, für Menschen – unabhängig von Konfession oder Religion – da zu sein. Ihr markantes Auftreten im Ordensgewand und dem Schleier kennzeichnete sie als Frau der Kirche und signalisierte Ansprechbarkeit. Oft sagte sie: „Nur einmal kurz in die Stadt gehen, um eine Kleinigkeit zu erledigen, funktioniert nicht. An jeder Ecke bleibe ich stehen, weil ich Leute treffe.“

Wer Sorgen hatte, das Gespräch suchte oder einfach nur Lust auf eine Tasse Tee hatte, klingelte an der Pfarrhaustür. So hat Schwester Maria Edburga während ihrer Zeit in Lauenburg unzählige Menschen in den verschiedensten Situationen auf ihrem Lebensweg begleitet und war für viele eine wichtige Ansprechpartnerin.

Besonders die Jugendlichen lagen ihr am Herzen. Oft nahm sie sich Zeit - manchmal bis in die frühen Morgenstunden -, im Pfarrhaus oder auf Jugendfahrten mit ihnen über Gott und die Welt zu sprechen.

Am 15. September 2017 wurde der kleine Ordenskonvent in Lauenburg geschlossen. Seitdem lebte Schwester Maria Edburga in einem Konvent in Meppen. Am 18. September 2019 hat Gott ihren Lebens- und Glaubensweg vollendet.

Die katholische Kirchengemeinde dankt Schwester Maria Edburga für ihr großes Engagement und Glaubenszeugnis und weiß sich weiterhin mit ihr im Gebet verbunden. Am Montag feiert die Kirchengemeinde um 19 Uhr in der St.-Konrad-Kirche eine Heilige Messe im Gedenken an Sr. M. Edburga und lädt im Anschluss an den Gottesdienst ins Gemeindehaus zum Beisammensein ein. Alle, die sich mit Schwester Maria Edburga verbunden fühlen, sind herzlich willkommen.

Von Heiko Kiehn