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Lauenburg Schwieriger Einsatz: Schornsteinbrand verlangt Feuerwehr alles ab
Lokales Lauenburg Schwieriger Einsatz: Schornsteinbrand verlangt Feuerwehr alles ab
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15:42 25.03.2019
Verletzt wurde bei dem Schornsteinbrand niemand. 89 Feuerwehrleute kämpften allerdings ganze vier Stunden mit dem Brand. Quelle: Mopics
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Sande

 In einem über 100 Jahre altem Haus in die kleinen Ortschaft Sande bei Ziethen ist es am Samstagmittag zu einem Feuer im Schornstein gekommen. Gegen 12.48 Uhr drang in kürzester Zeit dichter Qualm in die Wohnräume. Aus dem Schornstein stieg dichter, schwarzer Rauch empor.

Nachbarn sorgten sich um das Wohl der Hausbewohner. Die Rettungsleitstelle schickte neben der Feuerwehr auch zwei Rettungswagen, einen Notarzt und einen Rettungshubschrauber zur Einsatzstelle. Dieser brachte einen zweiten Notarzt.

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In Sande bei Ziethen (Herzogtum Lauenburg) ist es am Samstagmittag zu einem Schornsteinbrand gekommen. Verletzt wurde niemand. 89 Feuerwehrleute kämpften allerdings ganze vier Stunden mit dem Brand.

Bewohner retteten sich selbst

Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen hatten sich die Hausbewohner schon selbst in Freie begeben. Der Rettungsdienst konnte feststellen, dass sich niemand verletzt hatte oder der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung bestand.

Mit Unterstützung des Teleskopmastfahrzeuges der Ratzeburger Feuerwehr wurde versucht, mit Schornsteinwerkzeug das brennende Material im Schornstein zu lösen. Schwierigkeiten gab es dabei aufgrund des verwinkelten Aufbaus des Schornsteins, wie der Gemeindewehrführer erklärte.

Schornsteinbrand hat’s in sich – vier ganze Stunden im Einsatz

Mehrere Versuche mit den Mitteln, die der Feuerwehr zur Verfügung stehen, einen etwa 30 Zentimeter breiten, brennenden Klumpen zu lösen, scheiterten. Der Bezirksschornsteinfeger wurde zu dem Einsatz hinzugezogen und unterstützte mit seinem fachmännischen Wissen die Arbeiten der Feuerwehr.

Erst nach vielen Versuchen und sieben zerstörten Schornsteinbürsten aus Metall gelang es, die insgesamt drei verstopften Stellen zu durchbrechen. Nach viereinhalb Stunden, dem Einsatz mehrerer Atemschutztrupps, der Überprüfung des gesamten Schornsteins mit einer Wärmebildkamera und einer ausführlichen Belüftung konnte das Haus wieder an die Eigentümer übergeben werden. Das Feuer konnte an keiner Stelle durch den gemauerten Kamin in die Wohnräume durchbrechen.

89 Feuerwehrleute vor Ort

Im Einsatz waren 89 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Ziethen, Schmilau, Mustin, Bäk-Mechow-Römnitz und Ratzeburg. Auch die Gemeindefeuerwehr Schlagsdorf aus Nordwestmecklenburg war zur Unterstützung mit Atemschutzträgern an der Einsatzstelle. Am Gebäude ist nach bisherigem Stand kein weiterer Schaden entstanden.

RND/mopics

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