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Lauenburg Statt ratterndem Projektor modernste Technik
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08:00 14.12.2019
Mitten in Schwarzenbek liegt das Kino Grimm. Seit fast 70 Jahren zeigt dieser Familienbetrieb beliebte Filme für alle Generationen. Quelle: Norbert Dreessen
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Schwarzenbek

2020 kann an der Hamburger Straße 3 in der Schwarzenbeker Stadtmitte ein runder Geburtstag gefeiert werden: Das Kino Grimm besteht dann genau 70 Jahre, und es ist vom ersten Tag bis heute im Familienbesitz.

Großmutter Paula gründete das Kino

Seit dem Jahr 2000 ist Frank Grimm Chef im Haus. Er übernahm den Betrieb von seinem Vater Franz. Gründerin des Lichtspielhauses war Frank Grimms Großmutter Paula. In der Anfangszeit sah es im Gebäude allerdings noch deutlich anders aus als heute. Es gab nur einen Saal, aber der war mit seinen 550 Plätzen riesig. Die Leinwand hatte die beachtlichen Ausmaße von 15 mal acht Metern und war leicht gebogen – das galt damals als besonders schick und zeitgemäß.

Geburtstagsfeiern im „Wohnzimmer“

Für Kinosäle dieses Formats besteht zumindest in einer Kleinstadt längst kein Bedarf mehr. Deshalb wurde der Grimm-Betrieb 1980 in zwei Säle aufgeteilt, ein paar Jahre später sogar in drei Säle. Die gibt es heute noch, und sie bieten 110, 64 und 27 Plätze. Der kleinste Raum, den Frank Grimm auch „mein Wohnzimmer“ nennt, wird unter anderem gern für Geburtstagsfeiern genutzt. Die Gruppe, die ihn mietet, kann sich dann einen Film aussuchen – allerdings nur einen, der ohnehin im laufenden Programm enthalten ist. Wer auf den roten Sesseln Platz nimmt, freut sich, dass sie breit und bequem sind. Das gilt übrigens für alle drei Säle.

Digitale Technik hat Einzug gehalten

Wer glaubt, dass heute in Kinos noch Filme von Rollen abgespielt werden, irrt gründlich. Der alte Projektor aus den 50er Jahren ist in Schwarzenbek zwar noch vorhanden, aber er steht als Dekorationsstück im Foyer. Im Vorführraum hat längst moderne digitale Technik Einzug gehalten. Filmrollen gibt es nicht mehr, stattdessen setzt Grimm jetzt auf deutsche und internationale Stars von der Festplatte. „Immerhin brauche ich keine 30 Kilo schweren Filmdosen mehr zu schleppen“, erzählt er. Und natürlich sei die Bildqualität auch deutlich besser geworden: „Auf den Zelluloidfilmen gab es immer wieder Kratzer.“ Zum klaren Bild trägt auch die Leinwand bei, die eben keine Leinwand mehr ist, sondern eine silberbeschichtete Folie.

Weniger Popcorn tut es auch

Popcorn ist für viele Kinobesucher völlig unverzichtbar – je mehr, desto besser. Das ist auch in Schwarzenbeks nostalgischem Filmtheater nicht anders. Der erhitzte Puffmais wird gern während der Vorstellung geknabbert und in drei verschieden großen Tüten angeboten.„Die größte Packung wird besonders gern genommen“, berichtet Bianca Grimm, Ehefrau des Betreibers und mit im Kino tätig. Leider beobachtet sie immer wieder, dass die Besucher die dicken Tüten gar nicht leer essen, sondern halb gefüllt stehen lassen. „Danach muss ich das Popcorn wegwerfen, was mir jedes Mal gegen den Strich geht“, sagt Bianca Grimm. Ihr Tipp: Die halbe Portion tut es meistens auch.

Nostalgischer Leuchtkasten an der Fassade

Eins hat sich im Kino Grimm bis heute nicht geändert: Ein großer Leuchtkasten an der Fassade zeigt an, welche drei Streifen gerade laufen – und deren Titel werden einzeln aus schwarzen Buchstaben zusammengesteckt. Aber es sind gerade diese Dinge, die den nostalgischen Charme des Hauses ausmachen. Und darüber, dass es mit dem Montag und dem Dienstag gleich zwei Kinotage mit ermäßigtem Eintrittspreis gibt, freuen sich Filmfreunde aus Schwarzenbek und Umgebung natürlich auch.

Bleibt nur noch eine Frage: Welche Art Filme mag Betreiber Frank Grimm selbst am liebsten? Seine Antwort: „Ganz klar Science Fiction“. Da hat er in diesen Tagen natürlich Glück, denn am 18. Dezember läuft bundesweit der neue „Star Wars“-Film an, immerhin schon der neunte der unverwüstlichen Reihe. Das Kino Grimm ist vom Start an dabei.

Info schwarzenbek.cineprog.net

Von Norbert Dreessen

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