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Lauenburg Smartphones werden zum Unfallproblem
Lokales Lauenburg Smartphones werden zum Unfallproblem
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18:15 05.03.2019
Fast 67 000 mal wurde im Bereich der Polizeidirektion Ratzeburg im vergangenen Jahr geblitzt. Quelle: Landespolizei
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Ratzeburg

Hier mal eine Whatsapp lesen oder tippen, dort mal auf Googlemaps den Weg gesucht oder ohne Freisprecheinrichtung telefoniert – Das Smartphone wird immer mehr zu einer Gefahr im Straßenverkehr. Längst hat es Alkohol und Drogen bei der Zahl der Verkehrswidrigkeiten weit abgehängt. Nach der Geschwindigkeitsübertretung ist es das am meisten geahndete Delikt im Straßenverkehr im Bereich der Polizeidirektion Ratzeburg.

Mindestens zwei Großkontrollen

„Wir müssen hier bei der Verkehrsüberwachung nicht nur aktiv bleiben, sondern einen noch höheren Kontrolldruck aufbauen“, sagte der Stabsleiter Verkehr, André Lutz, bei der Vorstellung der Verkehrsstatistik in Ratzeburg. 2000 Autofahrer, 927 davon im Lauenburgischen und 1073 im Kreis Stormarn, wurden danach im vergangenen Jahr mit dem Handy am Steuer erwischt. Im Vorjahreszeitraum waren es laut Statistik noch 1402 Autofahrer.

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Zum Vergleich: Mit Alkohol am Steuer wurden kontrollierte die Polizei direktionsweit 123 Menschen, mit Drogen 347. „In diesem Bereich ist inzwischen festzustellen, dass deutlich mehr gekifft, aber weniger getrunken wird“, sagte Lutz. Für die Polizeidirektionsvertreter ist daher klar: Man werde mindestens zwei größere Kontrollen in diesem Jahr mit dem Thema Smartphonenutzung durchführen.

Immer noch viele Gurtmuffel

Unangefochten an der Spitze der Verkehrsdelikte und auch weiterhin mit Abstand die meiste Ursache bei Unfällen ist das Rasen. Knapp 67000 Autofahrer wurden im vergangenen Jahr geblitzt oder mit anderen Messgeräten der Geschwindigkeitsübertretung überführt. Je Kreis hat die Polizei etwa 700 Kontrollpunkte. Durchschnittlich an zweien wird pro Tag geblitzt.

Und auch noch ein anderes Vergehen kommt immer noch erstaunlich oft vor: das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes. „Viele Erwachsen meinen immer noch, sich nicht anschnallen zu müssen“, sagte Lutz. Und das, obwohl seit mehr als 40 Jahren die Gurtpflicht gilt. 1964 Vergehen ahndeten die Polizisten im vergangenen Jahr.

Erschreckend ist der Anstieg der Zahl an Unfällen mit Radfahrern

Holger Marohn