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Lauenburg So soll Möllns neuer Einkaufsbereich aussehen
Lokales Lauenburg So soll Möllns neuer Einkaufsbereich aussehen
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17:43 06.03.2019
Wie in dieser Visualisierung soll die Möllner Hauptstraße bald aussehen. Die Firma WES gewann mit ihrem Entwurf den von der Stadt Mölln ausgeschriebenen Wettbewerb zur Umgestaltung des zentralen Einkaufsbereiches in Mölln. Quelle: LB
Mölln

„Das historische Zentrum als das elegante Stadtplatzwohnzimmer“ – so wohlklingend beschreiben die Hamburger Architekten der WES Landschaftsarchitektur ihre Vision für den zentralen Einkaufsbereich von Mölln. Ihre Entwürfe haben sich in einem Städtebauwettbewerb durchgesetzt. Eine Art Shared Space ohne hohe Kantsteine und ohne Autoparkplätze zeichnen die Architekten von Mölln. An den Rändern gemütliche Sitzgelegenheiten und reichlich Platz für Tische und Stühle vor den Geschäften. Am Bauhof soll ein Kreisverkehr entstehen.

Reduzierung des Verkehrs als Bedingung

„Die Hauptstraße wandelt sich vom zerschnittenen Straßenraum zu einem großzügig gestalteten zusammenhängenden Stadtraum mit belebten Rändern und hoher Aufenthaltsqualität“, heißt es im Konzept von WES. Noch wichtiger: Die Reduzierung des Verkehrs in der Altstadt sei eine Bedingung dafür. Die Fahrbahnen sollen deshalb auf sechs Meter Breite reduziert werden, der Bordstein soll nur noch 3 Zentimeter hoch sein. Der Fußweg hingegen soll zwischen AOK und Grubenstraße auf 5,25 Meter Breite anwachsen. Die verbleibenden fünf Parkplätze sollen Taxiständen, Plätzen für Lieferverkehr und Behindertenparkplätzen weichen. Im Stück zwischen Grubenstraße und Bauhof soll der Gehweg links und rechts der Fahrbahn immerhin 2,25 Meter breit werden. „Der Charakter des Siegerentwurfs soll nicht verfälscht werden“, erklärte Bauamtsleiter Manfred Kuhmann. Doch es gäbe bereits Änderungswünsche der Jury.

Handel macht gegen Sperrung am Sonntag mobil

In der nächsten Sitzung des Bauausschusses, die bereits am Donnerstag, 14. März, um 19 Uhr im Stadthaus stattfindet, wird der Entwurf für den zentralen Einkaufsbereich noch einmal vorgestellt und erörtert. Außerdem geht es in der Sitzung um die bereits beschlossenen Sperrung der Hauptstraße an verkaufsoffenen Sonntagen. Die CDU hat den Antrag gestellt, diese Entscheidung zurückzunehmen und zunächst den Einzelhandel zu Wort kommen zu lassen. Dies könne in einer Informationsveranstaltung geschehen.

Bei einer eigenen Umfrageder Einzelhändler waren von 33 Kaufleuten 27 gegen eine Vollsperrung. Die CDU erwartet, dass sich der Verkehr in den Nebenstraßen durch die Sperrung am Sonntag erhöht. Die Fraktion fordert die Bauverwaltung auf, eine Stellungnahme der Verkehrsaufsicht einzuholen und vorzulegen.

Weniger Linden am Bauhof

Der breitere Teil der Hauptstraße soll ein „urbanes Erscheinungsbild“ ohne Bäume bekommen. Gesägtes Kopfsteinpflaster soll den Raum als Einheit zusammenfassen. Als Sitzobjekte sind Sofas aus Naturstein mit Holzauflage und Rückenlehne vorgesehen. Ein Trinkbrunnen und ein Quellstein sollen den Übergang zur Grubenstraße markieren. Die bestehenden Linden am Bauhof sollen auf sechs Bäume reduziert werden. Ein Wasserspiel soll installiert werden, in das die Bronze „Die Zeitungsleser“ integriert werden soll. Ein breiter Sitzrand aus Naturstein ist nach den Plänen des Siegerentwurfs vorgesehen. Auf dem Fußboden des Platzes sowie auf der Fahrbahn am Mini-Kreisverkehr soll einheitlich Bockholmer Klinker verlegt werden.

Jury lobt einheitliches Raumkonzept

„Die Arbeit zeichnet sich durch eine klare und einheitliche Raumkonzeption aus“, lobt die Jury den Entwurf, in der Sachpreisrichter der politischen Parteien (die Fraktionsvorsitzenden), Fachpreisrichter aus den Bereichen Städtebau, Freiraumplanung und Verkehr aus den Städten Kiel, Hamburg und Lübeck sowie Sachverständige und Bürger vertreten waren. „Im Moment ist es nur ein Wettbewerbssieg. Es ist jedoch sinnvoll, dass man in so einer Jury nicht nur durch die Möllner Brille schaut sondern auch Experten von außen beteiligt“, so Kuhmann. Im Bauausschuss solle die Umsetzung bald auch durch einen Beschluss fest gezurrt werden.

Der Beschluss der Jury sei einstimmig gewesen, die Möllner Politik habe den Entwurf grundsätzlich für gut befunden. Die Vergrößerung der Platz- und Fußwegflächen stelle eine Bereicherung dar. Die Begrünung am verkehrsberuhigten Bereich wird begrüßt, eine zweireihig geführte Baumreihe erscheint der Jury jedoch zu viel. Dagegen sollte die Wegnahme der zwei Lindenreihen auf dem Bauhof noch einmal kritisch überprüft werden. Die Jury möchte auch eine einheitliche Pflasterung zwischen den verschiedenen Teilen der Hauptstraße. Um historisch den Bereich vor und hinter dem Stadttor aus dem Mittelalter sichtbar zu machen, hatten die Architekten verschiedene Pflasterarten vorgeschlagen. „Die Herausnahme der öffentlichen Stellplätze im breiten Teil der Hauptstraße begrüßt die Jury, kritisiert jedoch den Verzicht auf Bepflanzung. Die Wettbewerbsarbeiten wurden in den vergangenen zwei Wochen im Foyer des Stadthauses ausgestellt. www.competitionline.com/de/ergebnisse/303084 geht es zum gesamten Entwurf.

Florian Grombein

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