Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Sturm und Regen verderben Holzernte
Lokales Lauenburg Sturm und Regen verderben Holzernte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:10 27.11.2017
Fredeburg

Die jährliche Holzsubmission auf dem Wertholzplatz in Lanken ist Zahltag für die Kreisforsten. Je nach Nachfrage, Angebot und Qualität fließt mehr oder weniger Geld in die Kasse des kreiseigenen Betriebes. Doch bei der anstehenden Versteigerung könnte es auf dem Lagerplatz, auf dem üblicherweise über 500 Stämme verschiedenster Wertholzarten liegen, deutlich leerer aussehen.

9900 Hektar Waldfläche

umfassen die Kreisforsten. Pro Hektar werden etwa 280 Festmeter Holz im Jahr nachhaltig

geerntet. 500 Hektar der Kreisforsten sind dem

Naturschutz gewidmet.

„Wir bemühen uns, die Submissionsmengen zusammen zu bekommen. Aber aufgrund des Wetters können wir das nicht garantieren“, sagt Henner Niemann, Leiter der Kreisforsten. Denn zunächst müsse das Sturmholz bei den am Markt gefragten Wertholzarten wie Buchen und Eichen aufgearbeitet werden.

Doch das ist gar nicht so einfach. Denn vielerorts sind die Waldwege durch den vielen Regen aufgeweicht. Die schweren Holzrücke- maschinen würden sie kaputtfahren. Und auch das Befahren des Waldbodens mit schwerem Gerät könnte den noch stehenden Baumbestand schädigen. Eine Holzernte für die Submission um jeden Preis sei nicht das Ziel, so Niemann. Immerhin: Vom Wind umgelegte Kiefern und Fichten können auch bis zum nächsten Jahr liegenbleiben.

Doch auch das Aufarbeiten des Sturmholzes zu vermarktungsfähigem Stammholz ist deutlich aufwändiger. Auch ohne die matschigen Böden ist es deutlich zeitaufwändiger, einen umgestürzten Baum zu bearbeiten. Hinzu kommt, dass der Wind ohne Rücksicht auf die Pläne der Förster diktiert hat, wo die Bäume fallen. Alles Dinge, die die Mitarbeiter der Kreisforsten unter normalen Umständen zeitlich hätten noch aufholen können. Doch in diesem Jahr ist vieles nicht normal.

„Die eigentlich traditionelle Trockenphase im August und September hat es in diesem Jahr nicht gegeben“, sagt Kreisoberförster Niemann. Stattdessen habe es praktisch über die gesamte Holzerntezeit eine „anhaltend schlechte Witterung“ gegeben. Daher habe auch die ganz normale Durchforstung, bei der die Unternehmen sich Holz aus den Kreiswäldern holen, nicht mehr zeitnah stattfinden können.

Und das hat inzwischen Folgen für den gesamten Holzmarkt in Deutschland. „Alle Kunden brauchen derzeit dringend Holz, aber sie bekommen keines, weil es quasi deutschlandweit überall in den Beständen nass ist“, sagt Niemann. Statt wie für den Zeitraum bis Ende September geplant 37000 Festmeter konnten die Kreisforsten bislang nur 33200 Festmeter Holz verkaufen. Die Erlöse liegen entsprechen zum derzeitigen Stand rund 90000 Euro unter den Erwartungen, die Kosten hingegen bislang fast 120000 Euro höher als geplant.

Für den Kreis bedeutet das voraussichtlich deutlich weniger Geld in der Kasse als üblich. Statt des ohnehin schon aufgrund des geringeren Wertholzeinschlages für die Submission in der Saison 2016/2017 auf gut 200000 Euro nach unten korrigierten Gewinnzieles, werden die Kreisforsten voraussichtlich nur 150000 Euro abwerfen.

Liquiditätsengpässe, wie sie in den vergangenen Jahren aufgrund hoher Raten für angekaufte neue Waldflächen vorgekommen waren, seien aber nicht zu erwarten, heißt es.

Holger Marohn

Bereits am 21. November gegen 2.45 Uhr kontrollierten Beamte des Polizeiautobahnreviers Bad Oldesloe auf der A 20, Höhe Groß Grönau, einen dunklen Mercedes Benz.

27.11.2017

Zum siebten Mal wird es die Aktion „Wunschbaum für Möllner Kinder“ geben. Unter Federführung der Freien Möllner Wählergemeinschaft wird sie vom Jobcenter der Stadt unterstützt. Bürger können Kindern, die in beengten finanziellen Verhältnissen aufwachsen, einen Wunsch erfüllen.

27.11.2017

Am Montagmorgen ist es in Hornbek gegen 6 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen.

27.11.2017