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Lauenburg Tauchergruppe der Ratzeburger Feuerwehr vor ungewisser Zukunft
Lokales Lauenburg Tauchergruppe der Ratzeburger Feuerwehr vor ungewisser Zukunft
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16:00 13.02.2020
Dirk Spierling (vorn) und Ole Hilgert im Wasser, abgesichert durch Bootsführer Sven Marens und Signalmann Björn Grävel. Quelle: TIMO JANN
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Ratzeburg

25 Jahre nach ihrer Gründung steht die Wasserrettungseinheit der Ratzeburger Feuerwehr vor einer ungewissen Zukunft. „Unser Gerätewagen und ein Kleinboot müssen dringend neu beschafft werden, um die Aufgaben auch in Zukunft sicher fortführen zu können“, erklärt Feuerwehrchef Christian Nimtz. Geschätzte Kosten: etwa 250 000 Euro. Doch die Stadt tut sich schwer, die Finanzmittel freizugeben. „Wir sind eine von Wasser umgebene Inselstadt, die von zunehmendem Tourismus profitiert. Da müssen wir Schritt halten, um im Notfall adäquate Hilfe leisten zu können“, mahnt Nimtz eine zeitnahe Entscheidung im Sinne der Sicherheit an.

Der Gerätewagen der Feuerwehrtaucher ist bereits 24 Jahre alt. Die Feuerwehr braucht Ersatz, um die Einsatzbereitschaft weiterhin gewährleisten zu können. Quelle: TIMO JANN

1994 hatte es noch keine professionelle Wasserrettung in Ratzeburg gegeben. Damals kam es zu einem Badeunfall mit tödlichem Ausgang. Danach wurde die Wasserrettungsgruppe aufgebaut. 2019 waren die Ehrenamtlichen 13 Mal im Einsatz, 2018 sogar 19 Mal. Erst vor gut einer Woche waren die Taucher in Geesthacht im Einsatz, um eine in der Elbe vermisste Seniorin zu suchen. „Wir pflegen all die Jahre eine enge Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften der DLRG“, berichtet Kristian Koß, der die Tauchergruppe der Ratzeburger Wehr gemeinsam mit Sven Martens leitet. 22 Frauen und Männer engagieren sich zusätzlich zum normalen Feuerwehrdienst auch in der Wasserrettungsgruppe.

Dirk Spierling (links) und Ole Hilgert warten auf ihren Einsatzbefehl. Kurzfristig wird auch eine Parkbank entsprechend genutzt. Quelle: TIMO JANN

„Ein neues Mehrzweckboot benötigt die Feuerwehr sowieso, das ist nicht allein für die Taucher nötig“, berichtet Koß und nennt steigende Anforderungen auch im Bereich der Brandbekämpfung und der technischen Hilfe auf dem Wasser. „Mit unserem aktuellen Boot kommen wir da kaum noch zurecht“, sagt Koß.

Schon bei der Gründung der Wasserrettungsgruppe war Dirk Spierling mit dabei. „Nach dem Unglück damals ging es ganz schnell. Der Wehrführer hat gesagt, wir machen das, die Stadt hat die Ausrüstung finanziert und mit einer Ausnahmegenehmigung konnte unsere Ausbildung anerkannt werden“, erinnert sich Spierling. „Heute sind wir nicht nur in und um Ratzeburg aktiv, sondern auch kreisweit“, sagt er. Ole Hilgert gehört ebenfalls zu den Tauchern. „Wir waren auch schon in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz und haben in Hamburg, als dort die Taucher nicht einsatzfähig waren, die Bereitschaft übernommen“, sagt er.

Kristian Koß, der Leiter der Wasserrettungsgruppe (rechts), im Gespräch mit Signalmann Guido Klossek. Quelle: TIMO JANN

Jetzt hoffen die Wasserretter auf eine positive Entscheidung der Politik. „Die Wasserrettung ist sehr personalintensiv“, erklärt Koß. „Deshalb arbeiten wir schon lange mit der DLRG zusammen und wollen das auch so fortsetzen. Aber ohne eine vernünftige Basis kann das nicht funktionieren“, sagt er. Nimtz: „Das Potenzial, das personell da ist, sollte man nicht leichtfertig verspielen. Wir wollen die Sicherheit der Menschen weiter garantieren.“ Der Finanzausschuss der Stadt konnte sich bisher noch nicht zu einer Entscheidung durchringen. „Wir setzen jetzt auf unseren Bürgermeister Gunnar Koech, der versprochen hat, das Thema nach seinem Urlaub zur Chefsache zu machen“, sagt Nimtz.

Per Rückwärtsrolle zum Tauchgang: Ole Hilgert taucht am Aqua-Siwa während der Ausbildung ab. Jeden Sonnabend treffen sich die Ehrenamtlichen zur Ausbildung. Quelle: TIMO JANN

Taucher kommen kreisweit bei Unfällen auf den Seen, der Elbe oder im Elbe-Lübeck-Kanal vor allem durch die Feuerwehr Ratzeburg zum Einsatz. Die DLRG unterstützt mit einigen eigenen Tauchern. Das THW Ratzeburg ist zwar auch für Wassergefahren vorgesehen, dabei handelt es sich aber eher um Umweltgefahren oder schwere Bergungsmaßnahmen. Im Gerätewagen der Feuerwehr können sich schon auf dem Weg zum Einsatz drei Taucher anziehen und ausrüsten. Insgesamt wird Technik für sechs Taucher mitgeführt. Außerdem auch ein aufblasbarer Eisrettungsschlitten. Ein Kleinboot seht auf einem Trailer bereit, ein Rettungsboot im Bootshaus gegenüber der Polizeidirektion an der Seestraße.

Die Tauchergruppe der FF Ratzeburg Quelle: TIMO JANN

Von Timo Jann

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