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Lauenburg Theaterspaß op Platt ut Breitenfelde
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22:26 21.11.2018
Bis zur Premiere am 8. Februar ist es noch ein bisschen hin - trotzdem laufen die Proben für „De kostenlose Bibelstünn“ auf Hochtouren. Quelle: Dorothea Baumm
Breitenfelde/Mölln

Wenn dat man blots allns gaud geit. Noch hakt es, gibt es immer wieder Textaussetzer. Trotzdem dürfen sich die Zuschauer auf einen vergnüglichen Abend freuen, wenn sich im Februar der Vorhang für „De kostenlose Bibelstünn“ mit der Theatergruppe der VHS Breitenfelde hebt. Die neun Darsteller amüsieren sich jedenfalls trotz der Kälte wie Bolle.

Hochstapler, Detektive – und ganz viel Spaß

Tatsächlich ist es mächtig kalt im Saal des Möllner Hotels Quellenhof. Dort wird am 8. Februar die Premiere gefeiert, und dort werden auch die weiteren vier Vorstellungen zu sehen sein. Selbstverständlich wird dann auch der Saal geheizt sein – was sich jetzt, nur für die Proben, einfach nicht lohnt. Also gilt: warmspielen!

„Ok de schönste Frau is an den Foot to enn“

Es geht um Lust und Liebe, um kleine und größere Gaunereien, um zwielichtige Gestalten, eine plietsche Oma und noch viel, viel mehr. Auch wenn das Stück „De kostenlose Bibelstünn“ heißt, so geht es bei den Proben doch mit dem gebotenen Ernst zu. „Dat is hier een Bibelstünn und keen Koffiklatsch“, diese Textzeile aus dem Stück trifft den Proben-Nerv ziemlich genau. Schließlich sollen die Zuschauer bei den Aufführungen lachen – aber über das Stück und nicht über Versprecher.

Obwohl. Wieso eigentlich nicht? So ein Versprecher kann ja auch mächtig nett sein. Volker Solterbeck, er gibt in dem Stück den Hannes Puhl, passiert das gerade. Mein Gesäß“, sagt er, an einer Stelle, wo der Mors nix zu suchen hat, und schon wollen sich alle schier wegschmeißen. Zu schön. „Das könnte man glatt einbauen“, sagt Vera Dreyer dann auch prompt.

Die eingebildet-kranke Wirtsfrau

Vorerst aber wollen sich alle an ihren Text halten. Zum Inhalt: Ein Ehepaar erbt einen Krug und baut ihn sich um. Leider hat die künftige Gastwirtin (Vera Dreyer) keine Lust zu gar nix. Deswegen hat sie „immer so Kopfweh“. Schlecht für ihren Mann (Arnold Bruhn): „Arbeit bit öber beide Ohrn un ’n verdrögte Olsch too Huus.“

Er geht in eine Gastwirtschaft, wo er einen Heiler kennenlernt. Aber: Ist Lothar Meier (gespielt von Thomas Meyer) wirklich ein Heiler? Oder ist er ein Scharlatan? Ein Hochstapler? Will er wirklich helfen? Oder will er den Knoops den Krug abluchsen?

Trubel und jede Menge Verwicklungen

Es gibt eine Menge Trubel auf der Bühne. Verwicklungen um den heilenden (oder nicht?) Halunken und dessen Gehilfin Elvira Bartsch (Gertrud Tupat). Oder ist es seine Geliebte?

Wie auch immer, diese Dame hat mit der Liebe viel am Hut. Kein Kerl ist vor ihr sicher, jeder wird befühlt und, ach, diese Muskeln, was soll frau sagen: „Oh, wat hest du för’n Knööf, dor ward een jo ganz anners.“ Ist ja klar, dass die Tochter des Hauses (Britta Heitmann) diese Elvira nicht verknusen kann. Zum Glück findet sie tatkräftige Unterstützung bei Oma Auguste Linneweber (Lieselotte Meyer), und auch bei Hannes Puhl (wir erinnern uns: der Mann mit dem Gesäß).

Souffleuse und Schminkteuse

Das Treiben auf der Bühne machen Ingo Baumgarten und Ralf Jahn komplett. Sie spielen zwei Detektive, die dem Gaunerpaar auf der Spur sind. Darauf, dass es bei den Aufführungen keine Texthänger gibt, achtet Souffleuse Katja Brügmann. Wort für Wort verfolgt sie die Proben, korrigiert haargenau jeden Satz. Wat mutt, dat mutt.

Regie führt Wolfgang Bruhn. Für die Kostüme und die Maske ist jeder selbst verantwortlich, wobei, Ehre wem Ehre gebührt: „Andrea Lüdecke ist unsere Schminkteuse“, sagt Gertrud Tupat, „und eine wichtige Hilfe.“

Tickets und Termine

Am Freitag, 8. Februar, feiert „De kostenlose Bibelstünn“ im Möllner Quellenhof Premiere. Weitere Vorstellungen gibt es jeweils Sonnabend und Sonntag, 9. und 10. sowie 16. und 17. Februar. Freitag und Sonnabend jeweils 19.30 Uhr, Einlass um 18 Uhr, und Sonntag 16 Uhr, Einlass 14.30 Uhr. Das Stück dauert etwa zwei Stunden mit zwei Pausen. Der Eintritt kostet 7 Euro bei freier Platzwahl. Karten gibt es über Gertrud Tupat, 04542/5642 oder direkt im Möllner Quellenhof, Hindenburgstraße 16, 04542/85420.

Wir merken schon: Es wird lustig zugehen im Quellenhof im Februar. Lustig, turbulent, und es „gifft ’n beten wat för’t Hart“. Wer dabei sein möchte: Der Kartenvorverkauf ist angelaufen. Nichts wie ran an die Tickets. Ganz so, wie es in dem Stück heißt: „Lets fetz, sä de Pooch un sprüng in den Ventilator.“

Hier geht es zu den Veranstaltungen im Quellenhof

Dorothea Baumm

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