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Lauenburg Trinkwasserversorgung in und um Lauenburg soll durch Sanierung der Technik des Wasserspeichers sicherer werden
Lokales Lauenburg Trinkwasserversorgung in und um Lauenburg soll durch Sanierung der Technik des Wasserspeichers sicherer werden
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19:06 21.11.2019
Trinkwasserversorgung Lauenburg soll durch Sanierung des Wasserspeichers sicherer werden. 2018 musste die Feuerwehr anrücken, nachdem der Technikraum des Speichers geflutet worden war. Quelle: TIMO JANN
Lauenburg

Die Versorgungsbetriebe Elbe bereiten eine umfassende Sanierung des Wasserspeichers am Hasenberg vor. Freitagabend ab 22 Uhr kann es dadurch zu Druckschwankungen im Leitungsnetz in Lauenburg und in den Gemeinden des Amtes Lütau kommen. Durch einen eigens installierten Bypass ist die Wasserversorgung aber entgegen ursprünglicher Pläne jetzt doch gesichert. Eigentlich sollte die Wasserversorgung in den Nachtstunden für längere Zeit komplett stillgelegt werden. Vorsorglich hat Lauenburgs Feuerwehrchef Lars Heuer aber für die kritische Phase der Arbeiten in der Nacht zusätzliche Fahrzeuge der Wehren aus Schwarzenbek und Geesthacht nach Lauenburg beordert.

Im Oktober 20 000 Menschen ohne Wasser

Rückblick: Am 14. Oktober 2018 war die Trinkwasserversorgung für etwa 20 000 Menschen ausgefallen, nachdem durch ein nicht geschlossenes Ventil der Technikraum des Wasserspeichers geflutet worden war. Feuerwehrleute pumpten Tausende Liter Wasser ab und legten den Technikraum wieder trocken. Es dauerte Stunden, ehe die Wasserversorgung zumindest notdürftig wiederhergestellt war. „Diesen Zwischenfall haben wir zum Anlass genommen, den Wasserspeicher zu überprüfen. Dabei sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass wir ihn komplett sanieren wollen“, erklärte am Donnerstag Christian Meyer, der technische Leiter der Versorgungsbetriebe, auf Anfrage.

2018 war die Trinkwasserversorgung in Lauenburg und im Amt Lütau nach einer Überflutung ausgefallen. Die Feuerwehr musste das Gebäude trockenlegen. Nun soll die Technik saniert werden. Quelle: TIMO JANN

Sorge: Abgestelltes Wasser könnte Brandstifter motivieren

Weil die Arbeiten bei laufendem Betrieb erfolgen müssen, um die Versorgung mit Trinkwasser weiterhin gewährleisten zu können, muss nun eine Trennung der beiden Speicherbehälter hergestellt werden. Diese Arbeiten sollen Freitag um 22 Uhr starten. Meyer rechnet damit, dass es etwa drei Stunden dauern wird. „Wir hatten bei der Überprüfung festgestellt, dass ein Schieber zwischen beiden Kammern fehlt. Erst sahen wir keine andere Lösung, als die Versorgung komplett einzustellen, aber jetzt haben wir uns eine Umleitung gebaut“, berichtet er. Zunächst sollte die Stilllegung der Versorgung nicht öffentlich gemacht werden, nur große Firmen, Seniorenheime und die Feuerwehr waren eingeweiht. Man hatte Bedenken, dass Brandstifter motiviert werden könnten.

Feuerwehrchef Lars Heuer und Christian Meyer, der technische Leiter der Versorgungsbetriebe, während des Einsatzes 2018. Jetzt haben sie alles für Arbeiten an der Trinkwasserversorgung vorbereitet. Quelle: TIMO JANN

Doch jetzt gehen die Versorgungsbetriebe davon aus, dass in allen Haushalten, Firmen und Hydranten jederzeit Wasser zur Verfügung steht. „Wir stehen mit einem Löschzug einsatzbereit an der Wache und haben aus Schwarzenbek und Geesthacht zusätzlich Fahrzeuge mit 9000 Liter Wasser vor Ort“, sagte Feuerwehrchef Lars Heuer. So kann im Brandfall schnell agiert werden. Beim Ausfall 2018 hatte es große Probleme gegeben, den Brandschutz und die Versorgung der Menschen mit Wasser sicherzustellen. Doch dieses Mal ist alles gut geplant. Meyer: „Mitten in der Nacht ist der Verbrauch ohnehin gering.“

Die Versorgungsbetriebe gehen davon aus, dass die Sanierungsarbeiten etwa bis März 2020 dauern werden. 1,5 Millionen Euro werden investiert. Pumpen, Steuerungen und Rohre werden erneuert. Wahrscheinlich haben die Investitionen auch Auswirkungen auf den Wasserpreis, aber beziffern könne man den künftigen Preis noch nicht, so Meyer.

Von Timo Jann

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