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Lauenburg Betrunkener Autofahrer verursacht Unfall
Lokales Lauenburg Betrunkener Autofahrer verursacht Unfall
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11:19 28.12.2018
Unfall in Geesthacht am Freizeitbad. Quelle: TIMO JANN
Geesthacht

Ein 31 Jahre alter Mann aus Grove, der nach Polizeiangaben keinen Führerschein besitzt und zudem alkoholisiert mit einem Renault gefahren sein soll, hat am Donnerstagabend in Geesthacht einen schweren Unfall verursacht. Sein Unfallgegner: Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Bürgermeisterkandidat Thomas Wüppesahl mit schillernder Vergangenheit.

In Geesthacht nahm ein nach Polizeiangaben betrunkener Renault-Fahrer einem Mercedes die Vorfahrt.

Laut Polizei zeigte die Ampel am Freizeitbad für die Elbuferstraße und Am Hafen grün. Aus Richtung Steinstraße kam der 31-Jährige mit einem Renault Twingo, er hatte zwei Mitfahrer im Wagen dabei. Von zuhause in Krümmel kam Wüppesahl mit einem Mercedes der S-Klasse. „Vor dem Renault sind noch zwei Autos links in die Sielstraße abgebogen. Dann kam ich und der Renault hätte warten müssen, aber der Fahrer bog auch einfach ab“, schilderte Wüppesahl hinterher am Unfallort die Situation direkt vor dem Zusammenstoß. Trotz seiner Erfahrungen aus Fahrtrainings zu seinen Zeiten als Polizist beim Landeskriminalamt in Hamburg habe er keine Chance gehabt, noch zu reagieren. Die Airbags und die massive Bauweise des modernen Mercedes verhinderten Verletzungen bei dem 63-Jährigen, der auf dem Weg zu einem Termin nach Hamburg war.

Unfall sorgt für Einschränkungen auf Freizeitbad-Kreuzung

Der Unfallverursacher und ein Mitfahrer mussten vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Feuerwehrleute sicherten die Unfallstelle und streuten ausgelaufene Betriebsstoffe des Renault ab. Den Schaden an den Autos schätzte die Polizei auf mindestens 30.000 Euro. Wegen der Rettungs- und Aufräumarbeiten kam es eine Stunde lang im Bereich der Freizeitbad-Kreuzung zu Behinderungen.

Wüppesahl ließ sich schließlich, als die Polizei seine Daten aufgenommen hatte, zum Termin nach Hamburg fahren. Der Krümmeler hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, als er nach dem überraschenden Tod des damaligen Geesthachter Bürgermeisters Ingo Fokken bei der Bürgermeisterwahl 2009 antreten wollte. Er wurde dann allerdings nicht zur Wahl zugelassen, weil er wegen der Planung eines Überfalls auf einen Geldtransporter verurteilt war und lange in Haft saß. Das für die Wählbarkeit nötige Gnadengesuch wurde abgelehnt.

Timo Jann

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