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Lauenburg Einzelhändler wollen, dass der Verkehr sonntags wieder rollt
Lokales Lauenburg Einzelhändler wollen, dass der Verkehr sonntags wieder rollt
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15:34 16.05.2019
Viel Trubel beim ersten verkaufsoffenen Sonntag mit gesperrter Hauptstraße in Mölln: Wenn es nach den jetzt interviewten Einzelhändlern geht, wird es das so nicht mehr geben. Sie haben Schwierigkeiten, den neu gewonnenen Raum zu den Einkaufs-Events zu beleben. Quelle: M. Schütt
Mölln

Viel Sonnenschein, viele Besucher, volle Geschäfte – auf den ersten Blick waren die beiden verkaufsoffenen Sonntage in diesem Frühjahr in Mölln erfolgreich. Dennoch fällt die Bilanz der Geschäftsleute gemischt aus. Sie freuen sich einerseits über den Trubel in der Stadt und viele Kundenkontakte, fürchten aber andererseits den finanziellen und organisatorischen Aufwand, um die autofreie Hauptstraße mit einem attraktiven Programm zu bespielen. Citymanagerin Monika Siegel und der Beirat des Einzelhandels machen deutlich, dass sich die autofreien Verkaufssonntage in der jetzigen Form für viele Kaufleute nicht rechnen.

„Toll, aber teuer“ – freie Fläche muss bespielt werden

Dass die Umsätze trotz höherem Einsatz nicht überall steigen, ist noch nicht einmal das größte Problem. Bernd Hasenkamp, Jürgen Landau und andere hadern noch immer mit dem Beschluss des Bauausschusses im vergangenen November, die Hauptstraße an diesen Sonntagen für den Verkehr zu sperren. „Das ist zwar toll, aber teuer“, so Landau. Denn die freie Fläche muss bespielt werden. Nur ein attraktives Programm kann sicherstellen, das sich das Publikum in der breiten Geschäftsstraße nicht verläuft. Die Kosten dafür müssen die Händler aufbringen, zusätzlich zu den Aktionen in und vor ihren Geschäften. Im März gab es immerhin noch eine zentrale Bühne, die Siegel zu Sonderkonditionen organisiert hatte. Die fehlte am 5. Mai – und damit ein wichtiger Anlaufpunkt für das Publikum. Zudem machen mehrere Gegner der Verkehrssperrung nicht mehr mit, was den Aktionstag doppelt belastet: Zum einen fehlen Beiträge zur Finanzierung des Programms, zum anderen bleiben mehr Geschäfte geschlossen, was den Gesamterfolg beeinträchtigt. Insgesamt sind die Einzelhändler skeptisch, dass mit diesen Nachteilen eine sinnvolle Fortführung des Modells autofreier Verkaufssonntag in Mölln möglich ist. Sie spielen jetzt den Ball zurück zur Kommunalpolitik und erwarten Ideen und Unterstützung. Gespräche dazu sollen in Kürze stattfinden.

Engagement der Geschäftsleute würdigen

Bei allen Einwänden sind die Kaufleute froh, dass in Mölln in den vergangenen Jahren viel getan wurde, um die Stadt ins Gespräch zu bringen. „Daran wollen wir weiter mitwirken“, betont Hasenkamp. Auch Citymanagerin Siegel sieht viele Impulse, die der Einzelhandel dazu geben kann: „Dass sich in Mölln so viele Geschäftsleute engagieren, ist ein Geschenk.“

Matthias Schütt

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