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Lauenburg Wärmebildkamera als Überraschungsgeschenk
Lokales Lauenburg Wärmebildkamera als Überraschungsgeschenk
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17:43 21.03.2019
Marcel Wiechmann von der Sicherheitstechnik-Firma Hikvision aus China überreichte Kobergs Wehrführer Martin Stamer eine Wärmebildkamera im Einsatzkoffer. Rechts Bürgermeister Jörg Smolla, der für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde. Quelle: hfr
Koberg

Man freue sich sehr über den Einsatz von Mitbürgern im Ehrenamt. Leider werde ein solcher Einsatz nicht immer anerkannt und man freue sich daher sehr, eine Wehr, wie die in Koberg, mit einer „kleinen Produktspende“ für ihre Tätigkeit zu danken, erklärte Marcel Wiechmann, Europa-Produktmanager Thermal von der Firma Hikvision. Der chinesische Konzern mit Sitz in Hangzhou ist einer der „weltweit führenden Anbieter von innovativen Sicherheitsprodukten und -lösungen“.

Technik, um Leben zu retten

Die Koberger Wehr verfügt mit dieser Wärmebildkamera jetzt über ganz neue Möglichkeiten. So können mögliche Brandnester frühzeitig erkannt und bekämpft werden. Selbst bei der Suche nach vermissten und hilflosen Personen kann diese Kamera Leben retten.

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung im Gerätehaus der FF-Koberg begrüßte Bürgermeister Jörg Smolla, selbst Mitglied der Freiwilligen Wehr, die Kameraden, ihren neuen Gemeindewehrführer Martin Stamer und alle Gäste, unter ihnen auch Amtswehrführer Volker Bockholt.

Probleme heute wie damals

Die Feuerwehr Koberg hat eine lange Tradition und verfügt sogar noch über Protokollbücher in Sütterlinschrift, aus der Zeit von 1890 bis 1950, die nach und nach durch ein förderndes Mitglied in die aktuelle Schrift konvertiert werden. Zur Eröffnung wurde ein solches Protokoll vom 18. Juni 1890 verlesen, aus dem man entnehmen konnte, dass es schon damals ähnliche Probleme wie heute in den Wehren gab.

So wurden beispielsweise die Strafgelder für unentschuldigtes Fernbleiben von Übungsdiensten auf 50 Pfennige festgelegt, die im Wiederholungsfall bis auf eine Mark erhöht werden konnte. In heutiger Währung würde das zwischen 5,50 und elf Euro ausmachen.

Viele Einsätze in der Nachbarschaft

Martin Stamer blickte im Jahresbericht 2018 auf ein einsatzreiches Jahr zurück. Das würde von der Bevölkerung nicht immer wahrgenommen, da sich die Ereignisse häufig in anderen Ortschaften ergeben oder aber tagsüber, wenn viele Bewohner gar nicht im Ort seien.

Derzeit kann die Feuerwehr Koberg auf 27 aktive Kameraden und sieben Reservisten zurückgreifen. Sehr stolz ist man in Koberg auch auf elf Atemschutzgeräteträger und drei weitere, die sich noch in der Ausbildung befinden. Große Unterstützung erhält die Wehr auch von insgesamt 66 fördernden Mitgliedern, teils aus Koberg, teils aus benachbarten Ortschaften.

Bürgermeister Jörg Smolla (hier in Zivil) überreichte Thomas Lichters die Ernennungsurkunde zum stellvertretenden Wehrführer von Koberg. Quelle: hfr

Bei den anstehenden Wahlen wurde Michael Blottnicki einstimmig zum Mitglied der Gruppenführung gekürt und gleichzeitig zum neuen Sicherheitsbeauftragten ernannt. Dieses Amt übte er bereits von 2009 bis 2015 aus. In der Zwischenzeit übernahm diese Aufgabe der jetzige stellvertretende Wehrführer Thomas Lichters. Michael Strauß wurde zum neuen Kassenprüfer gewählt.

Große Freude auch unter den Geehrten der Koberger Wehr: So wurden die Kameraden Jörg Smolla und Mike Steenbock für 25 Jahre im Dienst der Feuerwehr mit dem Schleswig-Holsteinischen Brandschutzehrenabzeichen in Silber am Band ausgezeichnet. Der stellvertretende Wehrführer Thomas Lichters wurde für 20 Jahre Mitgliedschaft und Einsatz geehrt.

Beförderungen

Befördert wurden: Michael Strauß, nach erfolgreich ausgeführter Grundausbildung, zum Feuerwehrmann, Franz Prösch, nach 42 Jahren Feuerwehr und Übertritt in die Ehrenabteilung, zum Löschmeister, Eireen Hertel, als Mitglied des Vorstandes, zur Hauptfeuerwehrfrau drei Sterne, Markus Thieme, nach erfolgreichen Lehrgängen, zum Oberfeuerwehrmann, Thomas Lichters, durch Wahl zum stellvertretenden Wehrführer, zum Oberlöschmeister, Michael Blottnicki, durch seine langjährige Tätigkeit und einer Vielzahl von Lehrgängen, zum Löschmeister.

Joachim Strunk

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