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Lauenburg Warnwesten für 111 Feuerwehr-Biker
Lokales Lauenburg Warnwesten für 111 Feuerwehr-Biker
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14:12 24.05.2019
Zehn Warnwesten überreichte Dirk Schröder (Mitte) an die Organisatoren der Ausfahrt der Flaming Stars Schleswig-Holstein. Quelle: Matthias Schütt
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Lütau

111 Motorradfahrer aus allen Teilen Schleswig-Holsteins haben sich mit 80 schweren Maschinen auf dem Vorplatz der Freiwilligen Feuerwehr Lütau versammelt. Von hier aus wollen die „Flaming Stars Schleswig-Holstein“, eine Bikergruppe aus Feuerwehrmitgliedern und Freunden, zu ihrer diesjährigen Frühjahrsfahrt nach Potsdam aufbrechen. Zuvor gibt es Frühstück und einen kleinen protokollarischen Akt: Dirk Schröder, Wehrführer in Lütau, und Mitarbeiter der Spedition Bode aus Reinbek, überreicht als Spende der Spedition zehn orangene Warnwesten, damit die Biker unterwegs gut zu sehen sind.

Motorradfahren macht Spaß, den „Flaming Stars“ allerdings geht es um mehr: „Wir wollen interessierten Feuerwehrkameraden ein zusätzliches Freizeitangebot machen“, erläutert Jürgen Kruse, stellvertretender Wehrführer in Krüzen. „Das macht die Feuerwehr vielleicht auch wieder für den Nachwuchs interessanter.“ Darüber hinaus spenden die Biker für gemeinnützige Zwecke, etwa missbrauchte Kinder und Betroffene der seltenen Krankheit Fires Epilespie, um die sich besonders Klaus Blöcker (Gönnebek) kümmert. „Biker sind großzügige Menschen“, kann er immer wieder feststellen.

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Eine der Warnwesten hat Tour-Chef Tobias Eckert an Steffi Kolwe (Mildstedt) überreicht, eine von vielen Frauen unter den Flaming Stars. Quelle: Matthias Schütt

Seit 2003 gibt es die „Flaming Stars“, die der damalige Wehrführer von Gönnebek, Kreis Segeberg, Werner Stöwer, mit Feuerwehrfreunden gegründet hatte. Die Idee zog schnelle Kreise. Heute gibt es diese Interessenvereinigung in mehreren Bundesländern und neuerdings sogar in der Schweiz. „Viele Feuerwehrleute fahren gerne Motorrad und in der Gruppe macht es noch mehr Spaß“, sagt Tobias Eckert, der die Ausfahrt nach Potsdam organisiert hat.

Das FilmhotelLili Marleen“ in Babelsberg ist aber ein Zielort für den Trip. Geplant ist ein Rundkurs über insgesamt 850 Kilometer. Dabei werden auch die Feuerwehren in Havelberg, Wittenberg und abschließend in Bad Bevensen besucht.

Matthias Schütt