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Lauenburg Wasserwagen gegen Flächenbrände
Lokales Lauenburg Wasserwagen gegen Flächenbrände
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18:10 05.07.2018
Einer von drei Wasserwagen für die FFW Kittlitz (v.l.): Benjamin Engert, Wolfgang Farken, Hans-Hermann Hoppenstedt. FOTOS (2): THOMAS BILLER
Kittlitz

Hans-Hermann Hoppenstedt ist einer von drei Landwirten, die auf ihren Höfen im Sommer gefüllte Wasserwagen für die Feuerwehr bereitstellen. Jeder Hänger fasst 6000 Liter Löschwasser. Benjamin Engert, stellvertretender Wehrführer in Kittlitz, erklärt, dass alle Hänger mit einer Ankuppelmöglichkeit für alle Traktoren ausgestattet sind. „Die Hänger können am Einsatzort direkt an die Heckpumpe des Löschfahrzeuges angeschlossen werden“, sagt Engert. Mit dem Universalanschluss könnten nach Engerts Worten alle Feuerwehren die Wasserwagen nutzen. Möglich ist das durch ein Übergangsstück (Foto), das die Wehr schon vor vielen Jahren selbst angefertigt hat.

Die Meldungen über Flächenbrände häufen sich in diesen heißen Tagen. Was für Urlauber und Touristen „herrliches Wetter“ ist, bedeutet für Landwirte: Wassermangel. Bei der klimabedingt frühen Ernte in diesem Sommer steigt das Risiko von Flächenbränden (LN berichteten). In Kittlitz stehen der Feuerwehr drei Wasserwagen zur Verfügung, die schnell zum Einsatz kommen können.

„So viele Gerste-

Brände in dieser Intensität habe ich noch nicht erlebt.Hans-Hermann Hoppenstedt

Landwirt

Zusammenarbeit seit 20 Jahren

Seit über 20 Jahren ist es in Kittlitz gängige Praxis, dass Landwirte und Feuerwehr Hand in Hand arbeiten. „Die Gemeinde Kittlitz hat weit auseinanderliegende Ortsteile“, erläutert Wolfgang Farken, der sich um die Öffentlichkeitsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr kümmert. „Rosenhagen, Butz, Niendorf“, nennt Farken als Beispiele. Mit den Wasserwagen hätte man einen Pufferspeicher, der bis zu einer Einsatzentfernung von 25 bis 30 Kilometern zur Verfügung stünde. Landwirt Hans-Hermann Hoppenstedt ist selbst Mitglied der Feuerwehr und weiß: „Nicht jedes Feuerwehrfahrzeug kommt mit schwierigen Bodenverhältnissen zurecht. Zumal wenn diese keinen Allradantrieb haben und mit Straßenbereifung ausgerüstet sind.“ Bei solchen Flächenbränden müssen dann längere Schlauchwege zurückgelegt werden, oder direkt aus dem Hänger Löschwasser gestreut werden. „Bis maximal 12 Meter Streubreite sind möglich“, sagt Hoppenstedt. Er empfiehlt, „die Ressourcen der stillgelegten Güllewagen der Landwirtschaft zu nutzen und diese als Wasserwagen zur Verfügung zu stellen“. Wolfgang Farken ergänzt: „Es geht doch auch darum, das eigene Eigentum zu schützen, da können Wasserwagen eine größere Sicherheit bieten. Wir haben das alles ohne behördliche Auflagen und auf freiwilliger Basis entwickelt.“

Appell an alle Landwirte

Benjamin Engert appelliert, dass die jeweils örtlichen Landwirte mit ihren Wehren über diese Möglichkeit ins Gespräch kommen sollten. Gerade in diesem Sommer drängt sich das nach der langen Trockenheit auf. „So viele Gerste-Brände in dieser Intensität habe ich noch nicht erlebt“, berichtet Landwirt Hoppenstedt. Und Wolfgang Farken bestätigt: „Es ist jederzeit wieder mit einem Einsatz zu rechnen.“ Die ersten Einsätze der Kittlitzer Wehr mit den Wasserwagen fanden am vergangenen Sonntag statt.

Thomas Biller

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