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Lauenburg Zu großer Schein: Hilfe im Bus
Lokales Lauenburg Zu großer Schein: Hilfe im Bus
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21:13 30.01.2017
An der Bushaltestelle St. Hubertus Lübeck/Groß Grönau gab es Wechselgeldprobleme. Quelle: Foto: Unk
Groß Grönau/Lübeck

Christa Kühl war zuerst empört: Eine Station vor St. Hubertus der Buslinie 4 in Richtung Lübeck war sie in Groß Grönau zugestiegen und hatte beim Busfahrer mit einem 20-Euro-Schein bezahlt. An der Bundespolizei-Kaserne/Rewe-Markt wollte dann ein dunkelhäutiges Pärchen, möglicherweise Bewohner der dort stehenden Flüchtlings-Wohncontainer, zusteigen. Doch sie hatten nur einen 50-Euro-Schein. Den wollte oder konnte der Fahrer nicht wechseln, sagte dies und empfahl ihnen, den Schein im Rewe-Markt zu wechseln und einen Bus später zu fahren.

„Nein, er war nicht pampig zu den beiden“, bestätigte Christa Kühl auf Nachfrage, die die Situation trotzdem nicht in Ordnung fand. Spontan half sie, wechselte den Schein, damit die beiden nach Lübeck fahren konnten. „Sie konnten kaum Deutsch und waren sichtlich überfordert.“

Gerlinde Zielke, Pressesprecherin des Stadtverkehrs Lübeck (SL), verwies zwar einerseits auf die Beförderungsbedingungen (Paragraph 7), nach denen das Entgelt von den Kunden möglichst abgezählt bereitgehalten werden sollte. Denn „das Personal ist nicht verpflichtet, Geldbeträge über zehn Euro zu wechseln, mehr als 20 Münzstücke anzunehmen“ oder stark beschädigte Scheine oder Münzen. Zielke:

„Grundsätzlich, wenn der Fahrer wechseln kann, macht er dieses auch. Auch wenn der Schein größer ist“. Es sei immer Ziel, Fahrgäste mitzunehmen (gleich welcher Nationalität oder Hautfarbe). Zielke freute sich, dass Frau Kühl ausgeholfen hatte, und hofft, dass in ähnlichen Situationen Probleme gemeinsam gelöst werden könnten.

 unk