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Lauenburg Zukunft der alten Realschule in Schwarzenbek weiter ungewiss
Lokales Lauenburg Zukunft der alten Realschule in Schwarzenbek weiter ungewiss
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11:27 27.09.2019
Das ist der neue Seniorenbeirat der Stadt Schwarzenbek. Von links: Dr. Frank Schubert, Jörg Scheele, Rita Barten, Ursula Behnke, Karin Radny, Klaus Dieckhoff. Quelle: Silke Geercken
Schwarzenbek

Ein Jahr hat der Sonderausschuss Alte Realschule getagt. Eine Beschlussempfehlung an die Stadtverordnetenversammlung zur Zukunft des Gebäudes gab es am Donnerstag nicht. Ob Abriss, Umnutzung oder Neubau ist weiterhin offen und soll nun in der nächsten Sitzung der Stadtverordneten am 21. November entschieden werden.

Viele Meinungen, aber kein Konsens

Der Sonderausschuss hatte lediglich einen Bericht vorgelegt und den Ball an die Stadtverordneten zurückgegeben. Wie Vorsitzender Oliver Panack darstellte, gab es diverse Meinungen aber keinen Konsens unter den Mitgliedern der Fraktionen. Panack stellte einige Zahlen in den Raum. Die Sanierungskosten zur Umnutzung der Schule in ein Bildungszentrum für Volkshochschule, Förderzentrum und Stadtbücherei würden 6,1 Millionen Euro betragen. Hier sei von einem Zeitraum von drei Jahren auszugehen. Abriss und Neubau würden mit 11,2 Millionen Euro zu Buche schlagen (vier bis fünf Jahre). Der Abriss allein würde die Stadtkasse mit 700 000 Euro belasten. Einig waren sich die Mitglieder darin, dass das Grundstück im Eigentum der Stadt verbleiben soll. Ansonsten gab es eine Rückverweisung des Problems an die Stadtverordnetenversammlung. „Der Sonderausschuss war sinnvoll“, betonte Panack.

CDU-Konzept nicht realisierbar

Hans-Jürgen Stribrny (CDU) erklärte, warum seine Fraktion vom vor einem Jahr vorgestellten Konzept für einen Umbau mit der damals propagierten Summe von einer Million Euro abgerückt sei: „Zu hohe Kosten für Altlastenentfernung und energetische Maßnahmen.“ Es sei eine städtebauliche Neuordnung des gesamten Gebietes um die alte Schule anzustreben. „Wir eiern seit sechs Jahren herum“, sagte Sven Kirbach (Grüne), und Egon Siepert (CDU) sagte: „Die Nichtentscheidung hat weitreichende Wirkungen. Was passiert mit der Kita im Pavillon?“ Bernhard Böttel (FWS) erinnerte an die Hauptprobleme der Stadt: Feuerwehr, Kitas, Schulen. „Alles andere ist weit weg.“ Und Helmut Stolze (FDP) meinte: „Wir drehen uns laufend im Kreis.“ Er sei verwundert, dass einst gefasste Beschlüsse immer wieder infrage gestellt würden. Seine Fraktion plädiere dafür, am Umbau festzuhalten.

Nun soll es einen Beschluss in der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 21. November geben. Fakt ist: Den Steuerzahler hat die ehemalige Realschule, die seit zehn Jahren leer steht, rund zwei Millionen Euro gekostet. 70 000 Euro jährlich fallen für Betriebskosten an, mehr als eine Million Euro wurde in den Umbau für die nicht angereisten Flüchtlinge investiert.

Neuer Seniorenbeirat hat sechs Mitglieder

In geheimer Abstimmung war zuvor der neue Seniorenbeirat der Stadt Schwarzenbek gewählt worden. Eine breite Mehrheit fanden Ursula Behnke, Klaus Dieckhoff, Jörg Scheele, Rita Barten, Dr. Frank Schubert, Karin Radny. AFD-Mitglied René Franke wurde nicht in das Gremium gewählt (3 Ja, 14 Nein, 5 Enthaltungen). Die SPD-Fraktion hatte geheime Wahl beantragt, „weil es Bedenken gegen eine Person gab“, so formulierte es Calvin Fromm auf Nachfrage.

Zitat: „Wir eiern seit sechs Jahren herum.“ Sven Kirbach, Grüne.

Von Silke Geercken

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