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Lauenburg Zwei Projekte, die Möllns Aufenthaltsqualität steigern
Lokales Lauenburg Zwei Projekte, die Möllns Aufenthaltsqualität steigern
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12:27 13.09.2019
Philipp Rösner erläutert den Entwurf für den Stadtseeanleger. Quelle: FOTO: Schütt
Mölln

Für den brisantesten Punkt auf der Tagesordnung des Bauausschusses – die Umkehrung der Einbahnstraßenregelung in der Mühlenstraße – brauchten die Mitglieder nicht einmal eine Minute. Die massiven Argumente der Möllner Feuerwehr gegen den auf Initiative einer Bürgerinitiative im März gefassten Beschluss machen eine vertiefte Beschäftigung notwendig, waren sich die Fraktionen einig. Nun soll zunächst im Gespräch mit der Feuerwehr geklärt werden, ob ein Kompromiss möglich ist.

Mühlenstraßen-Umkehrung auf Eis gelegt

Die Brandschützer hatten vor allem moniert, dass nach der Umkehrung die Feuerwehr nur noch über Hauptstraße und Mühlenplatz etwaige Einsatzstellen in der Mühlenstraße erreichen könne. Wegen des tagsüber hohen Verkehrsaufkommens sei die Einhaltung von Hilfsfristen dann aber nicht zu garantieren. Insbesondere die Zufahrt mit schwerem Gerät über den Mühlenplatz hält die Feuerwehr bei den gegenwärtigen Platzverhältnissen für unmöglich. Das Thema wird auch den Arbeitskreis beschäftigten, den Bürgerinitiative und Fraktionen für einen regelmäßigen Austausch gründen wollen. Ein erstes Treffen wird noch im Herbst erfolgen, kündigt der stellvertretende Ausschussvorsitzende Jörg Steffen (CDU) an.

Platz für 19 Boote am Stadtsee-Anleger

Von den Plagen des Alltags in eine glänzende Zukunft – so könnte man den Abend im Bauausschuss zusammenfassen. Denn über zwei Stunden lang hatte sich das Gremium zuvor unter großem Publikumsinteresse mit den Bauprojekten Stadtsee-Anleger und Neugestaltung des Zentralen Einkaufsbereichs in der Hauptstraße befasst.

Dabei erläuterte Philipp Rösner vom Rostocker Architektenbüro Hannes Hamann den nach Bürgerbeteiligung ausgewählten Entwurf für die Neugestaltung der Bootsanlage am Stadtsee. Trotz einiger Einwände von Anwohnern hinsichtlich Lärmschutz und Müllaufkommen findet der Entwurf auch im Ausschuss viel Zustimmung. Maximal 19 Boote sollen dort Platz finden. Dazu wird auf 28 m Länge ein Stegquadrat auf Pfählen errichtet. Da die Finanzierung und insbesondere die Fördermöglichkeiten des 865.000-Euro-Projekts noch nicht geklärt sind, wurde im Ausschuss nur beschlossen, dass dieser Entwurf weiter verfolgt werden soll.

Eleganter Entwurf stößt auf Bürger-Bedenken

Etwas weiter ist man in der Frage, wie die Hauptstraße zukünftig aussehen soll. 2021 könnte die Umsetzung des preisgekrönten Entwurfs des Büros WES Landschafts-Architekten (Hamburg) beginnen, so der Leiter des Bauamtes Manfred Kuhmann unter Vorbehalt. Auch hier große Zustimmung zu dem von Wolfgang Betz erneut vorgestellten eleganten Entwurf, den Matthias Esche (SPD) gar als „Gesamtkunstwerk Hauptstraße“ charakterisierte. Ironie war dabei nicht im Spiel, wohl aber die Einsicht, dass die ästhetische Vision mit den realen Bedürfnissen der Einwohner in Einklang zu bringen sei. Und da sind dann doch noch einige Fragen offen: nach der Verkehrsführung, dem Baumbestand und nicht zuletzt: was das Ganze kosten wird. Deshalb beschloss der Ausschuss, das Thema an die Fraktionen zur Beratung zurückzugeben.

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Von Matthias Schütt

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