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Lübeck Ehrenamtlicher Helfer auf der TW: Nach mehr als 30 Jahren ist Schluss
Lokales Lübeck Ehrenamtlicher Helfer auf der TW: Nach mehr als 30 Jahren ist Schluss
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13:32 28.07.2019
Klaus-Dieter Dornbusch war mehr als 30 Jahre auf der TW für das DRK im Einsatz. Quelle: Lintschnig
Lübeck

 Er wusste nicht, wie ihm geschah. Am letzten Tag der 130. Travemünder Woche war es für ihn keine normale Dienstbesprechung, die um halb neun an der Einsatzzentrale der DRK-Wasserwacht und des THW stattgefunden hat. Für Klaus-Dieter Dornbusch war es kein ganz normaler Tag auf der TW – es war sein letzter Tag, nach über 30 Jahren.

„Muss ich jetzt baden gehen?“

Seine langjährigen Kollegen haben ihn an einen Steg an der Travepromenade geführt. „Muss ich jetzt baden gehen?“, fragt er ungläubig und packt dabei schon mal Handy und Portemonnaie aus seinen Taschen. „Na, dann mal los.“

Aber es kam anders. An der Spitze des Stegs stand Dornbusch und sah, wie ein Helferboot nach dem anderen an ihm vorbeifuhr – eine richtige Parade. Die Kollegen auf den Booten verneigten sich vor ihm, winkten und zogen die Hüte vor so viel Jahren im Ehrenamt. Klaus-Dieter Dornbusch, der früher Zöllner in Travemünde war, liefen ein paar Tränen über die Wangen. „Das ist der Wind“, sagte er.

Zum Abschluss eine Bootsschraube

Die Kollegen um Einsatzleiterin Ulrike Sündermann haben für Klaus-Dieter Dornbusch noch ein kleines Präsent vorbereitet: eine Bootsschraube, von allen Kollegen unterschrieben. „Aber – so wie es für dich gehört – sie hat eine kleine Macke“, sagt Sündermann und lacht. Schließlich sei es in all den Jahren immer mal vorgekommen, dass Dornbusch mit seinem Boot zu nah am Strand gefahren ist und die Schraube eine kleine Macke bekommen hat oder sogar kaputtgegangen ist. „Die kommt in mein Wohnzimmer auf einen Ehrenplatz“, sagt Dornbusch.

„Man kommt nicht davon los: Es ist das TW-Feeling!“

1968 war Dornbusch zum ersten Mal auf der TW. Er hat seitdem nicht jede Travemünder Woche mitgenommen, aber insgesamt waren es über 30 – deswegen haben ihn seine Kollgen auch „das Urgestein der TW“ genannt. „Die größte Welle, die ich hier gesehen habe, war zweieinhalb Meter hoch. Und wir da raus, mit unseren Nussschalen. Es hat immer Spaß gemacht“, sagt der Lübecker. Er liebe die Kameradschaft auf der TW, das Miteinander, die Dankbarkeit der Segler und dieses, na ja, dieses Gefühl. „Man kommt nicht davon los, es ist das TW-Feeling. Das Wasser, die Leute – es ist einfach zu schön gewesen.“

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