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Lübeck 75 Millionen: Lübecker Altstadt soll schöner werden
Lokales Lübeck 75 Millionen: Lübecker Altstadt soll schöner werden
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14:29 29.12.2018
Das Herz der lübschen Altstadt: Der Markt mit dem Rathaus. Es zählt zu den größten mittelalterlichen Rathäusern Deutschlands. Quelle: Timon Ruge
Innenstadt

Der Südosten der Altstadt soll schöner werden. Er ist 33 Hektar groß. Das ist ein Drittel der gesamten Altstadtinsel. Das Investitionsvolumen: geschätzte 75 Millionen Euro. Davon sollen knapp die Hälfte Bund und Land bezahlen – 34 Millionen Euro.

Den Rest müssen Stadt, Kirchen und Hausbesitzer finanzieren. Das Geld soll in Plätze, Straßen und Häuser fließen. Die Stadt hat einen Sanierungsplan aufgelegt. Erst muss das Land zustimmen, anschließend die Bürgerschaft. Im Herbst 2019 könnte es soweit sein. Dann wird der Südosten zum Sanierungsgebiet bis 2035 – für die Dauer von 15 Jahren. Betroffen sind 4000 Menschen.

Jetzt sollen die schäbigen Ecken der Altstadt aufgeräumt werden. Das Areal reicht von St. Marien bis St. Aegidien – von der Hundestraße bis zur Mühlenstraße. Dieses Gebiet soll neues Sanierungsgebiet werden. Die Grenzen sind noch nicht festgezurrt. Sie werden so gewählt, dass das Gebiet möglichst viele Straßen und Gebäude umfasst, die marode sind. Zwei Dinge stehen dabei im Fokus. Nummer eins: Die Neugestaltung der Plätze und Straßen. Nummer zwei: Die Sanierung von privaten Gebäuden.

Lübecks Altstadtinsel: So könnte das neue Sanierungsgebiet im Südosten der Altstadt aussehen. Quelle: Jochen Wenzel

Im Mittelpunkt steht der Rathaushof

Zur Neugestaltung der Plätze gehört auf alle Fälle der Markt mit Rathaushof, der Marienkirchhof und die Mengstraße. „Das ist das Herz der Stadt“, sagt Stadtplanerin Christine Koretzky. Ebenfalls auf der Agenda steht der Bereich rund um die Aegidien-Kirche, die Krähenstraße, der Pergamentmachergang sowie die Dr.-Julius-Leber-Straße. Dabei ist der Trend eindeutig: mehr Plätze, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Barrierefreiheit.

St. Marien und St. Aegidien

Alles rund um St. Marien soll aufgeräumt werden. Dafür ist ein Wettbewerb geplant. Die Idee: Es sollen zwei Plätze entstehen – zwischen Kirche und Rathaushof sowie zwischen Kirche und Mengstraße. Denn dort wird das neue Buddenbrookhaus errichtet. Außerdem sollen die Straßen der Schüsselbuden, Fünfhausen, Marienkirchhof hübsch gemacht werden.

Das Areal an der Aegidienkirche will die Stadt ebenfalls verschönern. Die Devise: sitzen statt parken. Derzeit werden an der Kirche viele Autos abgestellt. Die Stadt will dort lieber Bänke aufstellen. Allerdings: Für die Neugestaltung an St. Marien und St. Aegidien müssen die Kirchengemeinden mitspielen.

Krähenstraße und Dr.-Julius-Leber-Straße

Die Krähenstraße soll ebenfalls einen Platz erhalten. Es geht vor allem um die breite Stelle der Straße, an der sich Parkplätze befinden. Die Lübecker haben diese Fläche bereits Krähenplatz getauft. Dafür ist ein Wettbewerb vorgesehen. Im Fokus steht auch der Pergamentmachergang. Dort herrscht eine Hinterhof-Atmosphäre – mit vielen parkenden Autos. Die Stadt will dort ebenfalls einen Wettbewerb für eine Neugestaltung ausloben.

Welterbebeauftragte der Hansestadt: Stadtplanerin Christine Koretzky. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Und: Die Dr. Julius-Leber-Straße soll schöner werden. Der obere Teil der Straße ist Fußgängerzone, sieht aber nicht so aus. Das soll sich ändern. Im unteren Teil der Straße steht auf halber Höhe ein Bunker. Innen ist er verschimmelt. Den will die Stadt vom Bund kaufen – und abreißen. Denn die Stadt kann das Grundstück gut gebrauchen. Daneben steht ein Verwaltungsgebäude der Stadt, das könnte auf dem Bunker-Grundstück erweitert werden.

Hauseigentümer müssen mitmachen

Neben Plätzen und Straßen geht es auch um die Häuser. Sie gehören meist Privatleuten – und diese müssen mitmachen. Dafür gibt es auch eine Förderung. Wie hoch sie ausfällt, ist noch unklar. Wie kaputt sind die 950 Gebäude im Südosten der Altstadt? Zweidrittel der Häuser haben kaum Sanierungsbedarf, vor allem die Gebäude rund um das Rathaus, in der Breiten Straße, der Königstraße und in der St. Annen-Straße.

So lautet die erste Bewertung der Stadt. Bei 321 Häusern hingegen geht die Stadt von einem mittleren Sanierungsbedarf aus. Diese Gebäude befinden sich hauptsächlich in den Rippenstraßen wie Hüx- und Wahmstraße. Allerdings: 30 Gebäuden müssen dringend saniert werden. Sie stehen überall verstreut im Südosten der Altstadt.

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Josephine von Zastrow

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