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Lübeck A 1 bei Lübeck: Reparatur der Hitzeschäden abgeschlossen
Lokales Lübeck A 1 bei Lübeck: Reparatur der Hitzeschäden abgeschlossen
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15:20 30.07.2019
Die Hitzeschäden an der Autobahn A 1 auf Höhe Lübeck-Moisling werden im Laufe des Dienstags repariert. Quelle: Holger Kröger
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Lübeck

Auf der Autobahn A 1 in Höhe der Abfahrt Lübeck-Moisling haben am Dienstag um 9 Uhr die Reparaturarbeiten der entstandenen Hitzeschäden begonnen. Die Betonplatten des Mittelfahrstreifens waren am vergangenen Donnerstagnachmittag aufgeplatzt und damals bereits mit Kalt-Asphalt instand gesetzt worden. Am Dienstag Tag musste nun noch einmal Heiß-Asphalt aufgetragen werden, um die Schäden vollends zu beheben. Während der Arbeiten war in dem Bereich nur ein Fahrstreifen in Richtung Norden befahrbar. Der Verkehr staute sich.

Etwa gegen 14 Uhr waren die Arbeiten abgeschlossen, knapp eine Stunde früher als vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr angepeilt. „Der Asphalt ist ausgekühlt, das Wetter hat uns in die Hände gespielt“, sagt eine Sprecherin der Behörde. Am Dienstag war es relativ kühl im Vergleich zu den Vortagen und es regnete immer wieder.

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Bildergalerie der aktuellen Arbeiten:

Wegen Hitzeschäden musste Ende Juli die Autobahn im Bereich der Anschlussstelle Lübeck-Moisling erneut repariert werden.

Schon Anfang Juli mussten in diesem Autobahn-Abschnitt Hitzeschäden repariert werden: Wegen der hohen Temperaturen hatten sich die Betonplatten ausgedehnt und im Bereich einer Fuge übereinander geschoben. Experten sprechen dabei von einem sogenannten „Blow-up“. Damals kam es dort zu einer Vollsperrung in Richtung Norden. Dabei ereignete sich ein Unfall: Ein Wohnwagen stieß mit einem Straßenmeisterei-Fahrzeug zusammen.

Erneut hat die Hitze die Autobahn 1 bei Lübeck beschädigt.

Fahrbahn soll für 17 Millionen Euro saniert werden

Die Betonplatten der Fahrbahn der A 1 sind in diesem Bereich schon um die 30 Jahre alt, weshalb der Abschnitt für eine grundhafte Erneuerung vorgesehen ist. Nach Angaben des Landesbetriebs sollen bauvorbereitende Maßnahmen, wie Holzfällarbeiten, gegebenenfalls bereits im kommenden Winter erfolgen. Der voraussichtliche Baubeginn soll im April 2020 sein, voraussichtliches Bauende im November 2020. Die aktuelle Kostenschätzung der Sanierung beläuft sich auf 17 Millionen Euro.

Erneuert wird dabei die Richtungsfahrbahn Nord, also der ganze Querschnitt vom Autobahnkreuz A 1/A 20 bis kurz hinter der Anschlussstelle Lübeck-Zentrum.

Was bedeutet das für die Autofahrer? Es wird eine „4S+0“-Verkehrsführung eingerichtet – das heißt, dass die Richtungsfahrbahn Nord voll gesperrt wird, teilt der Landesbetrieb mit. Der Verkehr fließt dann auf jeweils zwei Fahrstreifen je Richtung auf der Richtungsfahrbahn Süd. Die Anschlussstellen Lübeck-Moisling (Ostseite) und Lübeck-Zentrum (Ostseite) werden zeitweise gesperrt. Entsprechend leistungsfähige Umleitungsstrecken sollen eingerichtet werden.

Die A 1 ist in dem Bereich im Durchschnitt mit 70 000 Fahrzeugen am Tag eine der am stärksten belasteten Straßen in Schleswig-Holstein. In den Sommermonaten sei der Straßenbelag starken Hitze-Belastungen ausgesetzt, was in den Planungen im Straßenverkehr eingeplant sei, so der Landesbetrieb. „Betonfahrbahnen sind im modernen Straßenbau in Deutschland noch immer unter Nachhaltigkeitsaspekten und Langlebigkeit als Goldstandard anzusehen. Betonplatten können gut und gerne 30 Jahre halten“, erklärt Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr. Andere Beläge hätten in aller Regel nur eine Haltbarkeit von 15 Jahren.

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Saskia Bücker und Sebastian Musolf