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Lübeck AWO vor dem Aus: Weihnachtsgeld-Verzicht soll Insolvenz abwenden
Lokales Lübeck AWO vor dem Aus: Weihnachtsgeld-Verzicht soll Insolvenz abwenden
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16:36 23.11.2011
Lübeck

Die Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein (AWO) kann ihren rund 4000 Mitarbeitern kein Weihnachtsgeld auszahlen. Die Hausbanken, darunter die HSH Nordbank und die Commerzbank, hätten die notwendigen Überziehungskredite in Höhe von 1,9 Millionen Euro abgelehnt, sagte Landesgeschäftsführer Michael Selck am Mittwoch. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ darüber berichtet.

Auf einer von der AWO-Geschäftsführung einberufenen Mitarbeiterversammlung am Mittwochnachmittag in Neumünster sollten die Mitarbeiter dem Vorschlag zustimmen, dass die Sonderzahlungen für 2011 und 2012 in zwölf Monatsraten überwiesen werden. Selck zeigte sich überzeugt, dass die Mitarbeiter dies akzeptieren. Seit zwei Jahren befinde sich die AWO in einem Konsolidierungsprozess. „Wir haben den Tanker gedreht, jetzt fährt er in die richtige Richtung“, sagte Selck. Die AWO-Mitarbeiter bekommen im Durchschnitt knapp 50 Prozent eines Monatsgehaltes als Weihnachtsgeld.

Verdi-Verhandlungsführerin Sabine Hebenstein betonte, dass die Gewerkschaft nur bei einer Zustimmung der Mitarbeiter auf der Versammlung die Ratenzahlung akzeptieren werde. Seit 2010 laufe ein dreijähriger Sanierungstarifvertrag mit der AWO, der den Mitarbeitern rund zwei Millionen Euro Verzicht jedes Jahr abverlange. Darin werde die Sonderzahlung, die zwischen 60 und 90 Prozent eines Gehalts betrage, abgesenkt. Nur noch 35 Prozent der ihnen laut Tarifvertrag zustehenden Sonderzahlung erhalten die rund 3000 Mitarbeiter der AWO Schleswig-Holstein gGmbH. 55 Prozent der ihnen zustehenden Sonderzahlung bekommen die schlechter verdienenden etwa 700 Mitarbeiter der Firma AWO Service 24.

Nach Einschätzung Hebensteins gibt es zur Ratenzahlung für die Mitarbeiter keine sinnvolle Alternative. „Die AWO hängt am Tropf der Banken. Sollten die Mitarbeiter auf der ihnen zustehenden Sonderzahlung im November bestehen, müsste die AWO aller Voraussicht nach als nächsten Schritt Insolvenz anmelden“, sagte die Gewerkschafterin. Dann hätte mancher vielleicht 300 Euro auf dem Konto, aber keinen Arbeitsplatz mehr. Das Sanierungskonzept der AWO greife bereits teilweise, sagte Hebenstein.

LN

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