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Lübeck Ab 1. April herrscht Hundeverbot am Travemünder Strand
Lokales Lübeck Ab 1. April herrscht Hundeverbot am Travemünder Strand
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15:03 29.03.2019
Der Hauptstrand an der Kurpromenade darf ab 1. April mit Hunden nicht mehr betreten werden. Quelle: Thomas Krohn
Travemünde

Jetzt geht es los: Rechtzeitig zum Saisonstart wird an den Stränden in Travemünde und auf dem Priwall wieder alles schick gemacht. Seetang und Algen, die im Winter am Strand angeschwemmt wurden, werden zusammengefahren und abtransportiert, Steine und Kiesel weggeharkt, neuer Sand herangekarrt, die Stege und Wege ausgebessert oder erneuert. Mit dem Start der Vorbereitungen für den Sommer ändern sich auch die Zeiten, zu denen Hunde auf den Stränden toben dürfen: Vom 1. April bis zum 30. September haben Vierbeiner nur noch an ausgewiesenen Abschnitten Zutritt.

Ab dem 1. April gilt für Hunde: Betreten verboten! Zwei große Abschnitte sind jedoch Hundestrände.

Hunde während der Saison nicht erlaubt

Grundlage für das allgemeine Hundeverbot an den Stränden ist das Landesnaturschutzgesetz Schleswig-Holstein. Danach ist das Mitführen von Hunden am Strand vom 1. April bis 31. Oktober grundsätzlich verboten – wenn nicht die Gemeinde im Rahmen einer Sondernutzungserlaubnis etwas anderes bestimmt. Das trifft für Lübeck zu. Abweichend vom Naturschutzgesetz gilt das Hundeverbot in Travemünde nur bis zum 30. September. Zudem dürfen Hunde auf zwei ausgewiesenen Strandabschnitten mitgeführt werden. So steht es in der Satzung der Hansestadt Lübeck über die Ordnung im Strandgebiet des Ostseeheilbades Travemünde (Strandsatzung). Ausnahme: Dienst-, Behindertenbegleit- und Blindenhunde dürfen, wenn sie ihrer Bestimmung gemäß mitgeführt werden, auch an die anderen Strände mitgebracht werden.

Zwei Strände für die Hunde

Für alle anderen Hunde sind extra zwei Strandbereiche vorgesehen: auf der Travemünder Seite hinter der Segelschule Mövenstein Richtung Brodtener Ufer sowie auf dem Priwall hinter dem Anleger der Norderfähre bis kurz vor den Wachturm des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Schilder an den Strandzugängen weisen darauf hin. Insbesondere der Priwall bietet eine riesige Auslauffläche für „Bello“, „Fiffi“ und Co., auf der sich die Vierbeiner so richtig austoben können. Kurdirektor Uwe Kirchhoff weiß: „Der Hundestrand ist sehr beliebt, weil es auf dem Areal mittlerweile auch Strandkörbe zu mieten gibt. Ich selbst bin sehr gern mit meinem kleinen Hund dort, weil man sehr viel Platz hat.“ Die Hunde könnten herumtollen, und das Wasser sei sehr flach. „Ich bin im vorigen Jahr mit einer Familie aus der Schweiz ins Gespräch gekommen, die ihren Hund mit dabei hatte. Sie war begeistert vom großzügigen Hundestrand und wollte in diesem Jahr unbedingt wiederkommen.“

Beutel für Hinterlassenschaften der Hunde

Bei aller Freude über das großzügige Hundestrand-Angebot im lübschen Seebad: Die Hinterlassenschaften der Vierbeiner sind sowohl für Einheimische als auch für Urlauber oft ein großes Ärgernis. Das weiß jeder, der schon einmal in einen Hundekothaufen getreten ist und den Schmutz unter der Schuhsohle ins Auto oder Wohnzimmer getragen hat. Für das Einsammeln der Hinterlassenschaften sind vom Kurbetrieb deshalb im gesamten Ort 17 Behälter mit Hundekotbeuteln aufgestellt, im Strandbereich an sechs, auf dem Priwall an drei Positionen.

Bußgelder bei Verstößen

Kurdirektor Kirchhoff appelliert an die Hundebesitzer, die Beutel zu benutzen und diese in den öffentlichen Abfallbehältern zu entsorgen. Das achtlose Wegwerfen der Tüten oder das Liegenlassen am Strand und anderswo sei eine Ordnungswidrigkeit und könne mit einem Bußgeld geahndet werden – genau wie die Mitnahme von Hunden außerhalb der für Vierbeiner ausgewiesenen Strandabschnitte. Dafür könnten neben einem Strandverweis Bußgelder von 60 bis 500 Euro fällig werden. In diesem Zusammenhang weist Kirchhoff auch auf die Anleinpflicht für Hunde hin. Diese seien unter anderem auf der Kurpromenade, der Flaniermeile entlang der Trave, bei öffentlichen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen und in Naturschutzgebieten an der Leine zu führen. Auf dem Grünstrand, der als Liegewiese ausgewiesen ist, seien Hunde grundsätzlich verboten.

Die Strandsatzung

In der Strandsatzung der Hansestadt Lübeck ist nicht nur das Mitführen von Hunden geregelt. Sie beinhaltet auch Vorschriften über das Verhalten im Strandgebiet. „Jeder Strandnutzer hat sich während der Sommerkurzeit so zu verhalten, dass andere Erholungssuchende nicht belästigt werden“, heißt es unter anderem. Das Steigenlassen von Drachen ist in der Zeit vom 15. Mai bis 14. September nicht erlaubt, das Reiten an den Stränden ist bereits ab 1. April verboten. Zelte dürfen nirgendwo aufgestellt werden, auch keine Wohnwagen und Wohnmobile. Lagerfeuer und Grills sind lediglich am Brodtener Ufer erlaubt. Wandern entlang der Wasserlinie ist auf dem gesamten Strandgebiet ohne Errichtung einer Kurabgabe oder Strandbenutzungsgebühr gestattet. Wer Wasserfahrzeuge aller Art zu Wasser bringen oder anlanden will, benötigt dazu eine Genehmigung des Kurbetriebs. Ausgenommen davon sind Luftmatratzen, kleine aufblasbare Schlauchboote und aufblasbare Gummitiere.

Thomas Krohn

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