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Lübeck Sechs Verletzte bei Feuer in Lübecker Mehrfamilienhaus
Lokales Lübeck Sechs Verletzte bei Feuer in Lübecker Mehrfamilienhaus
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18:58 13.03.2019
Gefährliches Feuer in Lachswehrallee: Der Bewohner der Wohnung erlitt Brandverletzungen. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Martina Carlsen (54) wachte von einem gewaltigen Knall auf. „Ich hab’ erst gedacht, ein Unfall“, erzählt sie am späten Mittwochnachmittag. „Wir wohnen an einer Hauptverkehrsstraße.“ Dann klopfte es bei ihr an der Tür, und sie erfuhr, dass es kein Autounfall, sondern ein Feuer war, nicht auf der Straße, sondern in der Wohnung nebenan. Sie hat noch immer kein Auge zugetan, seit sie um halb ein Uhr nachts fluchtartig das Haus verließ. Bei der Feuerwehr ging der Notruf um 0.26 Uhr ein. Als die Einsatzkräfte in der Lachswehrallee gegenüber der Finkenstraße eintrafen, sahen sie einen „offenen Feuerschein“, wie ein Sprecher sagte.

Der 60-jährige Bewohner der betroffenen Wohnung im vierten Stock konnte sich selbst in Sicherheit bringen. Er kam mit Brandverletzungen ins Krankenhaus. Außerdem wurden laut Feuerwehr fünf weitere Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung untersucht, drei von ihnen kamen ins Krankenhaus. Alle gelten als leicht verletzt. Sie waren ohne Hilfe nach draußen gelangt.

Bei einem Brand in der Lachswehrallee sind in der Nacht zum Mittwoch acht Menschen verletzt worden. Auf dem Balkon des Mehrfamilienhauses brannte es lichterloh, die Wohnung wurde für Ermittlungen beschlagnahmt.

Um 2.01 Uhr war das Feuer gelöscht

Während der Löscharbeiten wurde das kombinierte Wohn- und Geschäftshaus geräumt. Die Polizei bestellte einen Bus des Stadtverkehrs, um die betroffenen Anwohner unterzubringen, was rund ein Dutzend von ihnen in Anspruch nahmen. Um 2.01 war das Feuer gelöscht. Die Sperrung der Straße konnte um 2.37 Uhr aufgehoben werden, um 4.11 Uhr rückten die letzten Kräfte der Feuerwehr wieder ein.

Der Sachschaden beträgt nach Angaben der Polizei etwa 40 000 Euro. Zur Ursache des Feuers konnte die Polizei am Mittwoch noch keine Angaben machen. Hinweise auf eine Brandstiftung lägen aber nicht vor, teilte die Polizei mit. Die Wohnung wurde für die Ermittlungen der Kriminalpolizei beschlagnahmt. In zwei weiteren Wohnungen lösten die Rauchmelder Alarm aus. Sie wurden nach dem Löschen des Feuers von der Feuerwehr kontrolliert und belüftet.

Im Einsatz waren die Feuerwache 2 sowie die Freiwilligen Feuerwehren Innenstadt und Padelügge-Buntekuh mit insgesamt 28 Einsatzkräften. Dazu kamen jeweils zwölf Rettungskräfte und Polizisten.

Feuerwehr warnt vor verrauchten Treppenhäusern

Die Feuerwehr empfiehlt Betroffenen bei Bränden in Mehrfamilienhäusern grundsätzlich, nicht selbstständig durch ein verrauchtes Treppenhaus nach draußen zu gehen. „Man sollte möglichst die Türen zum Treppenraum schließen und sich am Fenster bemerkbar machen“, sagte Dietmar Schiemann von der Leitstelle der Feuerwehr den LN. Zumindest für neuere Bauten, in denen die Türen gut schließen, gelte: „Man ist in der Wohnung sicherer. Wenn man in den Rauch reinkommt, ist nicht sicher, dass man unten lebend ankommt.“

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kha/kab

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