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Lübeck Agentur für Arbeit: Geringste Arbeitslosenquote in Lübeck seit 37 Jahren
Lokales Lübeck Agentur für Arbeit: Geringste Arbeitslosenquote in Lübeck seit 37 Jahren
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16:10 20.03.2019
Markus Dusch (Agentur für Arbeit, l.) und Joachim Tag (Jobcenter) werben bei den Unternehmen dafür, auch Bewerbern eine Chance zu geben, die nicht die erste Wahl sind. Quelle: Maike Wegner
Lübeck

Markus Dusch, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, und Joachim Tag, Geschäftsführer des Jobcenters, haben allen Grund zur Freude: Die Arbeitsmarktbilanz für das vergangene Jahr ist durchweg positiv. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt bei 7,8 Prozent. Die niedrigste Zahl seit 37 Jahren. Ende Juni vergangenen Jahres waren 97 350 Menschen in der Hansestadt sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 2,4 Prozent mehr als noch 2017.

Auch Langzeitarbeitslose profitieren

Insgesamt meldeten sich vergangenes Jahr 26 097 Frauen und Männer arbeitslos; 9580 davon in der Arbeitsagentur und 16 517 im Jobcenter. Die Arbeitslosigkeit verlassen konnten 26 912 Arbeitnehmende. Gerade im Rechtskreis SGB II hat sich die Zahl der Arbeitslosen spürbar verringert. „Erfreulich ist, dass davon auch die Langzeitarbeitslosen profitiert haben. Aktuell kümmern wir uns um 2830 langzeitarbeitslose Personen“, sagt Joachim Tag. „Das sind fast 400 weniger als noch ein Jahr zuvor.“

Beschäftigung verlagert sich

Der Zuwachs an Beschäftigten ist in fast allen Wirtschaftszweigen zu spüren. Einen besonders auffälligen Anstieg gab es im Bereich Immobilien, freiberufliche wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Hier waren bis Ende Juni 2018 1566 Menschen mehr als im Vorjahr beschäftigt. Gleichzeitig sind es im Bereich Heime und Sozialwesen 1701 Beschäftigte weniger, so dass die Arbeitsagentur von einer Verlagerung des Beschäftigungsschwerpunktes ausgeht.

Engpässe bei Fachkräften

Der veränderte Arbeitsmarkt stellt insbesondere die Betriebe vor Herausforderungen. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verschiebt sich in einigen Berufen bereits zu Gunsten der Arbeitnehmenden. Fachkräfteengpässe verstärken sich in fast allen Branchen. In Berufen der Mechatronik, Energie und Elektronik beispielsweise kamen rein rechnerisch auf eine gemeldete freie Stelle 0,3 Arbeitslose. 178 Tage musste ein Betrieb aus diesem Sektor daher im Durchschnitt warten, bis eine Stelle wieder besetzt werden konnte.

Qualifizierung als Chance

„Wir appellieren deshalb an Unternehmen, sich nicht nur Bewerber anzusehen, die die erste Wahl sind“, sagt Markus Dusch. „Vielmehr können Menschen, die vielleicht bisher nur ausgeholfen haben, mit unserer Hilfe in den Betrieben qualifiziert werden.“ Möglich sei das unter anderem durch das neue Teilhabechancengesetz, das insbesondere für Menschen gedacht sei, die seit Jahren Unterstützung erhielten. Auch Weiterbildungen für Beschäftigte, deren Tätigkeiten vom Strukturwandel und von Digitalisierung betroffen sind, werden künftig stärker gefördert. „Die Nachfrage nach Fachkräften eröffnet Chancen für Un- und Angelernte“, ermuntert Dusch.

Agentur gab 120 Millionen Euro aus

120,7 Millionen Euro hat die Agentur für Arbeit in Lübeck und Ostholstein 2018 ausgegeben. 62,9 Prozent davon wurden unter anderem für die Lohnersatzleistungen Arbeitslosengeld I und Insolvenzgeld gezahlt. Das Jobcenter hat unter anderem 63,7 Millionen Euro für Leistungen zum Lebensunterhalt und 60,2 Millionen Euro für Arbeitslosgengeld II ausgegeben.

Maike Wegner

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