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Lübeck Airport Lübeck: Flüge ab Sommer 2020
Lokales Lübeck Airport Lübeck: Flüge ab Sommer 2020
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19:25 11.03.2019
Die drei Männer vom Lübecker Flughafen (v. l.): Investor Winfried Stöcker, Airport-Chef Jürgen Friedel, Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP). Quelle: dpa
Lübeck

Große Freude am Lübecker Airport. „Das ist eine riesengroße Chance für Schleswig-Holstein”, sagt Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP). „Wir werden in wenigen Jahren wieder einen Regionalflughafen haben“, ist sich Investor Winfried Stöcker sicher. Der sei vor allem für den Norden wichtig.

Flughafen Lübeck hat EASA-Zertifikat

„Dieses Zertifikat zu bekommen, war eine Mammut-Aufgabe”, sagt Flughafen-Chef Jürgen Friedel. Aber: Es hilft bei Verhandlungen mit den Airlines. Wenn ein Airport keine Urkunde der European Aviation Safety Agency (EASA) hat, starten und landen die großen Fluggesellschaften nicht von dort. Nötig ist das Zertifikat allerdings erst, wenn an einem Flughafen mehr als 10 000 Passagiere im Jahr abgefertigt werden.

Linienflüge nach München, Zürich, Wien

Der Plan: Spätestens zum Sommerflugplan 2020 sollen wieder Linienflieger ab Blankensee starten. Allerdings: Noch gibt es keine unterschriebenen Verträgen mit Airlines. Dafür aber Wunschziele, die ab Blankensee angeflogen werden sollen: München, Zürich, Wien, London, Stockholm. Die Idee: Der Lübecker Flughafen wird ein Zubringer-Airport. Er bringt die Passagiere zu Drehkreuz-Flughäfen, so dass die Reisenden von dort in alle Welt fliegen können.

Jetzt aber: Lübecks Flughafen hat das EASA-Zertifikat – nun können auch große Airlines ab Lübeck abheben. Freude bei Flughafen-Investor Winfried Stöcker (l.) und Flughafen-Chef Jürgen Friedel (Mitte). Überreicht hat das Zertifikat Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP). Quelle: dpa

Klar ist: Lübeck setzt auf seinen eigenen Weg. „Lübeck als dritte Landebahn Hamburgs ist derzeit kein Thema“, sagt Friedel. Es könne irgendwann wieder Thema werden, wenn Hamburg-Fuhlsbüttel übervoll wird. Friedel. „Aber dann werden die Hamburger selbst auf uns zukommen.“

Schick, schick: Die Maschine von Flughafen-Inhaber Winfried Stöcker hat 14 Sitze. Es ist eine Falcon 7x. Quelle: Lutz Roeßler

Zwei Flugzeuge gehören der Lübeck Air GmbH. Die Chefs der Gesellschaft sind Stöcker und Friedel. Eine Maschine hat 14 Sitze, die bis auf 16 Sitze aufgestockt werden kann: eine Falcon 7x. Und eine Maschine hat vier Sitze: eine Cessna 173. Der dänische Anbieter von Charterflügen Air Alsie will die lübschen Maschinen betreiben. Er ist neu mit dabei.

Mehr lesen: Lübeck Air“: So soll der Flughafen jetzt wiederbelebt werden

Neuer Terminal für den Flughafen Lübeck

Aktuell starten zwei große Bauprojekte in Blankensee, damit ab Lübeck wieder geflogen werden kann. Nummer eins: Ein neuer Terminal für den Flughafen wird hergerichtet. Der Airport hat drei Hallen gekauft, die vor das derzeitige Gebäude gesetzt werden. In diesem Jahr sollen sie stehen. Die Maße: Jede Halle ist 25 mal 25 Meter groß. Darin sollen die Passagiere abgefertigt werden.

Wunschziel Mallorca

Alle wollen nach Malle: Wunschziel der LN-Online-Leser ist Mallorca. In einer nicht-repräsentativen Umfrage auf LN-Online kommt die spanische Mittelmeerinsel auf gute 50 Prozent. Platz zwei belegt London mit gut 37 Prozent. Auf Platz drei liegen eng beieinander drei Reiseziele – mit knapp 30 Prozent: Barcelona, Gran Canaria, Paris. Wohin wollen Sie ab Lübeck fliegen? Stimmen Sie hier ab.

Das ist eine Übergangslösung. Denn der Clou ist: Es sind eigentlich Hangar-Hallen mit einem Drehkreuz in der Mitte, um die Flieger zu positionieren. Sie werden wieder abgebaut, wenn der geplante neue Terminal errichtet wird. Dann werden die Hangars an anderer Stelle auf dem Flughafen-Areal wieder aufgebaut, um als Stellplatz für die Flieger zu dienen.

Von außen: So sieht das Flugzeug Falcon 7x aus. Airport-Investor Winfried Stöcker (l.) zeigt die Maschine Verkehrsminister Bernd Buchholz (Mitte), begleitet von Flughafen-Chef Jürgen Friedel. Quelle: Lutz Roeßler

Der neue Terminal ist riesig. Kosten: 30 Millionen Euro. Gebaut wird er entweder in einer kleineren Version, wenn es Schwierigkeiten mit der Baugenehmigung gibt. Oder in der großen Version, wenn es keine Probleme gibt.

Mehr lesen: Flughafen Lübeck: Gesundheitsflüge statt Billigflüge

Airport bekommt Geld von der Stadt

Bauprojekt Nummer zwei: Derzeit wird die Entwässerung des riesigen Geländes vorbereitet. Der offizielle Spatenstich ist im Mai. Anfang 2021 soll das Projekt abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf acht bis neun Millionen Euro. Die Stadt hat sich verpflichtet, davon 5,5 Millionen Euro zu übernehmen.

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