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Lübeck Amerikaner im Hansemuseum
Lokales Lübeck Amerikaner im Hansemuseum
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18:28 25.10.2014
Martina Keyser (l.) erklärt den Gästen aus den USA, was es mit der alten Mauer (hinten) inmitten neuen Betons auf sich hat. Quelle: Sabine Risch
Lübeck

Innenstadt — Jeder von ihnen hat an diesem Vormittag schon Einzel- Besuche bei Firmen hinter sich. Christopher J. Scorzelli war frühmorgens auf dem Gründer-Campus der Universität zu Lübeck und sprach mit führenden Medizintechnikern. „Ich hätte gern mehr Zeit gehabt, es war sehr interessant“, sagt der Mann aus dem US-Staat Minnesota. Donnell R. White aus Detroit hingegen war bei den Entsorgungsbetrieben Lübeck (EBL) und überrascht, wie viel Müll bei uns wiederverwertet wird.

„Wir hingegen“, so Donnell, „verbrennen fast alles und verpesten die Luft.“

Gemeinsam mit Thomas Habitz, KaShia Moua und Kerry Thompson gehören sie zur Marshall Fund Fellowship und sind in dieser Woche Gäste von Regionalkoordinatorin Mechthild Mäsker. Die Leiterin des Lübecker NDR-Studios hat das Programm vorbereitet, jetzt steht — unter anderem begleitet von Oliver Fraederich, Büroleiter der Lübecker CDU-Bundestagsabgeordneten Alexandra Dinges-Dierig — ein Besuch im Hansemuseum an.

Die Gäste schlüpfen in klobige, gelbe Sicherheits-Gummistiefel und setzen Helme auf, dann folgen sie Martina Keyser vom Europäischen Hansemuseum in den Neubau — „das größte Museumsprojekt Deutschlands“, wie sie sagt. Ob die Amerikaner, allesamt Führungskräfte, die vom Marshall Fund gefördert wurden, wissen, was die Hanse ist oder war? Vielleicht nicht im Detail, aber einen Zusammenschluss nordeuropäischer Kaufleute — das können sie sich vorstellen.

Viel Beton, unfertige Räume, herumliegende Schläuche — noch bedarf es einiger Vorstellungskraft, um zu glauben, dass im Frühjahr 2015 hier ein Museum eröffnet werden soll. Besser gelingt das im „Kaltraum“, wo inmitten des Betons Reste der alte Blumenhof-Mauer zu sehen sind. „Diese und andere archäologische Funde werden ins Museum integriert“, erklärt Martina Keyser, und die Gäste zücken die Handys, um „Selfies“ zu machen. Spannend auch der Blick die Teppe hinunter zum Schuppen 9 oder die Aussicht vom Dach auf den Lübecker Hafen. Im Burgkloster, das umfassend saniert und ans Hansemuseum angebunden wird, sind die US-Führungskräfte fasziniert von den Wand- und Deckenmalereien.

Ein weiterer Tag mit prall gefülltem Kalender in der Hansestadt, nachmittags geht‘s noch zur Vorwerker Diakonie und zur Grenzdokumentationsstätte Schlutup. Nur den Sonnabend hatten die „Fellows“ zur freien Verfügung, abends stand eine Party bei „Meggie“ Mäsker an. „Eine ganz tolle Gruppe, es macht viel Spaß“, ist die begeistert von den Gästen und dem deutsch- amerikanischen Austausch der besonderen Art.

sr

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