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Lübeck Nach Hammer-Attacke: Lübecker muss in Entziehungsanstalt
Lokales Lübeck Nach Hammer-Attacke: Lübecker muss in Entziehungsanstalt
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18:30 23.08.2019
Das Amtsgericht Lübeck am Burgfeld. Wegen Bauarbeiten finden die Verhandlungen zurzeit in Containern statt. Quelle: Sabine Latzel
Lübeck

Gegen sieben Uhr morgens klopfte es an seiner Tür. Er schlüpfte schnell in eine Jeans und öffnete verschlafen die Tür. Da stand Rolf G. (alle Namen geändert) – mit zwei Hämmern in der Hand. „Ich kannte ihn nur flüchtig. Irgendwas hat er gesagt, das habe ich aber nicht verstanden“, sagt Malte M., der vor dem Amtsgericht Lübeck am Freitag aussagte. „Dann habe ich einen Schlag abbekommen, voll auf den Kopf.“

Täter brachte Hammer selbst zur Polizei

Es folgte eine Rangelei. Malte M. erlitt eine leichte Gehirnerschütterung und mehrere Platzwunden am Kopf. Er kann sich nur noch erinnern, wie er ein paar Meter vor seiner Haustür auf Rolf G. kniete, ihm einen der beiden Hämmer entriss und zurück in seine Wohnung flüchtete. „Ich habe den Rettungswagen gerufen, weil ich ziemlich stark geblutet habe.“

Während die Rettungskräfte und die Polizei in dem Mehrfamilienhaus in St. Lorenz Nord eintrafen, war Rolf G. schon weg – auf dem Weg zur Polizei. „Er kam gegen acht Uhr zum Revier, war ganz ruhig und sagte, dass wir ihn wahrscheinlich suchen“, sagt der diensthabende Polizist vor Gericht. „Und dann hat er einen Hammer auf den Tisch gelegt.“

Langjähriger Alkoholiker mit psychotischen Störungen

Seit dem Vorfall im Februar dieses Jahres ist Rolf G. in einer Entziehungsklinik in Schleswig. Nach Angaben des psychiatrischen Sachverständigen leidet er unter psychotischen Störungen, ausgelöst durch übermäßigen Alkoholkonsum, auch Alkoholhalluzinose genannt. Er habe in seiner Wohnung Stimmen gehört, psychotische Fehlwahrnehmungen, die ihn zu der Tat veranlasst haben.

Rolf G. kann sich an nichts erinnern: „Ich weiß nicht, was an diesem Tag passiert ist“, sagt der ehemalige Security-Mitarbeiter mit leiser Stimme. „Ich will eine Therapie machen.“

Die bekommt er. Richterin Andrea Schulz folgt in ihrem Urteil der Forderungen der Staatsanwaltschaft, die auch Königs Verteidiger akzeptiert. Rolf G. muss wegen gefährlicher Körperverletzung ein Jahr und sechs Monate in eine Entziehungsanstalt. Die Aussichten auf Besserung und der Wille zur Therapie seien bei ihm gegeben.

Von Hannes Lintschnig

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