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Lübeck Anti-Terror-Übung rund um den Bahnhof: Nachmittags erste Sperrungen
Lokales Lübeck Anti-Terror-Übung rund um den Bahnhof: Nachmittags erste Sperrungen
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14:32 24.04.2018
Rund um den Bahnhof wurden Halteverbotsschilder aufgestellt, zudem brachten Beamte große Sichtschutzzäune zum Hauptbahnhof. Quelle: Holger Kröger
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Lübeck

Rund um den Bahnhof wurden Halteverbotsschilder aufgestellt, zudem brachten Beamte große Sichtschutzzäune zum Hauptbahnhof. Denn die Übung, die in dieser Art bereits in Leipzig, Berlin und Frankfurt am Main absolviert wurde, unterliegt der Geheimhaltung.

Auch die Akteure selbst erfahren erst unmittelbar vor dem Einsatz, was geplant ist. In einem Szenario, das von der Bundespolizeiakademie Lübeck entwickelt wurde, wird das Vorgehen gegen Terroristen sowie die Rettung und Versorgung zahlreicher Verletzter trainiert. Die Übung ist in erster Linie gedacht für die Kräfte, die üblicherweise als erste am Einsatzort sind – also normale Streifenpolizisten.

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Rund um den Hauptbahnhof kommt es bereits am Dienstag ab 16 Uhr zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Sperrungen, durchgängig befahrbar sind Kreuzweg/Beim Retteich und der Lindenplatz. Der Zugang zum Bahnhof läuft ab 22 Uhr ausschließlich über den Haupteingang, sämtliche Züge werden über die Gleise 1 bis 4 geleitet. Der Durchgang vom Haupteingang zum Zob kann ebenfalls genutzt werden. Für Anwohner, vor allem im Bereich des Steinrader Weges, könnte die Nacht zu Mittwoch etwas laut werden. Wer ruhig schlafen will, sollte Ohrstöpsel anwenden. 

Mehr zum Thema lesen Sie in diesem ausführlichen Artikel. 

sr

Ablauf

Übungsszenario: Als Folge eines terroristischen Anschlages übergeben die Einsatzkräfte der Polizei der alarmierten Feuerwehr eine hohe Anzahl von verletzten Personen mit teils lebensbedrohlichen Verletzungen, die zeitnah durch den Rettungsdienst der Feuerwehr versorgt und in die Kliniken transportiert werden.

Übungsthemen innerhalb der Feuerwehrlage: Zusammenarbeit im Führungsbereich zwischen polizeilichen und nichtpolizeilichen Einsatzkräften, Aufbau und Betrieb einer Patientenablage, mit Erst- und Patientenversorgung nach dem bestehenden MANV Konzept, Patientenübergabe vom Rettungsdienst an die Kliniken

Im Rahmen der Übung werden circa 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst, circa 45 Einsatzfahrzeuge, davon 5 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF), 21 Rettungswagen (RTW) und Krankentransportwagen (KTW) sowie weitere Einheiten für die Verletztenversorgung, davon 1 NEF und 4 RTW aus Ostholstein, sowie circa 20 Einsatzkräfte für die Übungsvorbereitung und Übungsbeobachtung beteiligt sein.