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Lübeck Antirassistische Kulturtage in Lübeck eröffnet
Lokales Lübeck Antirassistische Kulturtage in Lübeck eröffnet
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16:53 11.03.2019
Der Chor der Alevitischen Gemeinde sang zum Auftakt der Interkulturellen Wochen im Rathaus. Quelle: Rüdiger Jacob
Innenstadt

 Mit einem Konzertnachmittag sind am Sonntag in Lübeck die Antirassistischen Kulturtage eröffnet worden. Etwa 120 Besucher kamen in den Audienzsaal des Rathauses, um den Auftakt der landesweiten Wochen gegen Rassismus zu feiern. Es brillierten der Chor der Alevitischen Gemeinde Lübeck und Fuat Saka mit Band.

„Viele von uns fragen sich, warum es im 21. Jahrhundert noch notwendig ist, gegen Rassismus aktiv zu sein“, mahnte Sermin Nolte, Vorstandssprecherin der Interkulturellen Begegnungsstätte (IKB), dem Trägerverein vom Haus der Kulturen, an. Grußworte kamen auch von Karoline Zocher vom Landesdemokratiezentrum Schleswig-Holstein: „Wenn ich mich hier heute umgucke, stelle ich freudig fest, wie stark, wie vielfältig, und wie entschlossen sich in Schleswig-Holstein für ein tolerantes und menschenwürdiges Miteinander eingesetzt wird.“ Es sei „immens wichtig, Zeichen für Demokratie, Verständigung und Toleranz“ zu setzen. „Die Kulturellen Wochen wachsen, werden vielfältiger und bunter“, sagte Zocher.

„Diese Form der Begegnung ist außerordentlich wichtig“, sagte Peter Junk, Verdi-Gewerkschaftssekretär und Ansprechpartner im Bildungsreferat. „Demokratie lebt davon, dass wir in ihr unsere Auffassungen miteinander austauschen und teilen“, so Junk. Demokratie sei die einzige Staatsform, die immer wieder neu gelernt werden müsse. „Und sie wird nur entstehen, wenn wir uns beteiligen“, sagte der Gewerkschaftssekretär.

Traditionelle Instrumente

Aber die Redner hielten sich kurz, gab es doch noch fast zwei Stunden Musikgenüsse zu erleben: Mit folkloristischen Liedern, die unter anderem von der Vielfalt, von Freundschaft und dem respektvollen Umgang handelten, begeisterten Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche vom Chor der Alevitischen Gemeinde Lübeck. Die Musiker spielten auf traditionellen, türkischen Instrumenten wie die Baglama genannte, siebensaitige Gitarre oder die türkische, sogenannte Kürbisgeige. Highlight des Nachmittags war der Auftritt des türkischen Sängers, Songschreibers, Arrangeurs und Gitarristen Fuat Saka: Er begeisterte das Publikum zusammen mit Cemal Berber an der Kastenhalslaute, Firat Güne an der Flöte und am Klavier sowie mit Turan Vurgun am Kanun genannten Zupfinstrument.

Jam-Session am Donnerstag

Noch bis zum 27. März läuft das Programm der von der IKB, Verdi, Akademie der Vielfalt, dem CSD, der Initiative Stolpersteine, der Awo und der Künstlergruppe Esperanza veranstalteten Kulturtage. Am Donnerstag, 14. März, heißt es „Grenzen überwinden macht stark“. Im Haus der Kulturen, Parade 12, lädt das Internationale Kulturcafé Musiker zur Jam-Session ein. Menschen aus vielen Kontinenten treffen sich um 18 Uhr zum Musizieren einmal um die ganze Welt. Die Musikinstrumente erklingen in den unterschiedlichsten Tönen, laut und bestimmt für Vielfalt, Solidarität und Freundschaft, begleitet mit mehrsprachigem Gesang. Ob Gitarre, Ukulele, Keyboard, Gesang oder vielleicht Tanz, sei egal, so die Veranstalter, die sogar einige Instrumente zur Verfügung stellen wollen.

Näheres zum Programm der Wochen unter www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de und bei www.hausderkulturen.eu.

Rüdiger Jacob

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